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Studie zu Dark Patterns im E-Commerce: Nutzer lassen sich selten beeinflussen

Frau beim Online shoppen am Laptop
Foto: Pexels

Key takeaways

Eine neue Umfrage zeigt: Fast alle Online-Shopper nehmen sogenannte „Dark Patterns“ wahr – doch viele bleiben davon unbeeinflusst. Die Mehrheit trifft Kaufentscheidungen reflektiert und informiert sich über Anbieter.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Beim Online-Shopping sind manipulative Gestaltungselemente wie Countdown-Timer, Hinweise zu Lagerbeständen oder spielerische Elemente wie Glücksräder spätestens seit Temu allgegenwärtig – sogenannte „Dark Patterns“. Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage erkennen nahezu alle Online-Shopper mindestens eines dieser Elemente. Trotzdem zeigen sich viele Nutzer unbeeindruckt von derartigen Kaufanreizen.

Wahrnehmung von Dark Patterns ist weit verbreitet

Hinweise auf geringe Lagerbestände nehmen 84 Prozent der Online-Shopper wahr, 83 Prozent registrieren Informationen zur aktuellen Nachfrage. Ebenso viele geben an, regelmäßig oder gelegentlich auf Countdown-Timer oder spielerische Elemente wie Hütchenspiele zu stoßen. Diese Gestaltungsformen sollen das Kaufverhalten subtil beeinflussen – etwa durch künstliche Verknappung oder Zeitdruck.

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betont, dass es an Vorschriften nicht mangele, sondern an deren Durchsetzung. Verbraucherschutzvorgaben auf deutscher und europäischer Ebene sollen solche Praktiken regulieren, ihre Einhaltung werde aber zu selten überprüft.

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Medienkompetenz schützt vor Manipulation

Trotz der Häufigkeit solcher Elemente handeln die meisten Online-Shopper nach eigenen Angaben unabhängig davon. So geben 64 Prozent an, sich durch Nachfrage-Hinweise nicht beeinflussen zu lassen. Nur ein geringer Anteil beschleunigt seinen Kauf, während ein signifikanter Teil – je nach Element – den Kaufprozess sogar abbricht. Insbesondere bei spielerischen Elementen wie Glücksrädern verlassen über 20 Prozent der Nutzer die Seite ohne Kaufabschluss.

Zudem informieren sich 42 Prozent vor dem Einkauf bei unbekannten Anbietern gezielt über Impressum oder Anbieterangaben. Wintergerst betont die Bedeutung von Medienkompetenz: Wer typische Manipulationsmuster erkennt, könne informiertere Entscheidungen treffen und sich souverän im digitalen Raum bewegen.

Sicherheit und Komfort sprechen für den Online-Handel

Trotz der verbreiteten Wahrnehmung von Dark Patterns fühlen sich 90 Prozent der Nutzer beim Online-Shopping sicher – ein höherer Wert als beim stationären Einkauf, bei dem nur 79 Prozent Sicherheit empfinden. Auch Komfort und Transparenz sprechen aus Sicht vieler für den Online-Handel: 88 Prozent schätzen dessen Bequemlichkeit, 85 Prozent betonen die leichtere Vergleichbarkeit von Angeboten.

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