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McKinsey-Studie: KI-Tools werden immer mehr Teil des Einkaufsalltags

Symbolik zu Agentic Commerce
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Laut einer McKinsey-Studie nutzen bereits 38 Prozent der europäischen Verbraucher KI-Tools beim Einkaufen. Anwendungen helfen vor allem bei Produktrecherche, Preisvergleichen und der Entdeckung neuer Marken. Bis 2030 könnte sogenannter Agentic Commerce weltweit ein Marktvolumen von bis zu fünf Billionen US-Dollar erreichen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Künstliche Intelligenz gewinnt im europäischen Einkaufsalltag zunehmend an Bedeutung. Laut einer aktuellen Studie von McKinsey & Company nutzen bereits 38 Prozent der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher KI-Tools, um neue Produkte und Marken zu entdecken oder Kaufentscheidungen zu unterstützen.

KI längst im Alltag angekommen

Insgesamt verwenden rund 84 Prozent der Befragten in Europa KI-Anwendungen in ihrem täglichen Leben. Besonders verbreitet ist der Einsatz bei allgemeinen Recherchen, den 57 Prozent der Teilnehmenden mit KI-Tools durchführen. Auch für das Schreiben oder Verbessern von Texten greifen 45 Prozent auf entsprechende Anwendungen zurück.

Im Shopping-Kontext dient künstliche Intelligenz vor allem dazu, Produkte zu vergleichen, Marken zu entdecken oder Informationen zu sammeln. Die Studie „How AI Agentic Commerce is Shaping European Shopping“ basiert auf einer Befragung von rund 1.000 europäischen Konsumentinnen und Konsumenten.

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Deutschland im europäischen Mittelfeld

In Deutschland liegt die Nutzung von KI im Einkauf je nach Produktkategorie meist zwischen 25 und 30 Prozent. Verbraucher setzen KI hier besonders für Preisvergleiche, Produktrecherche sowie zur Entdeckung neuer Marken ein.

Im europäischen Vergleich bewegen sich deutsche Nutzer damit im Mittelfeld. In Großbritannien und Frankreich sind die Nutzungsraten teilweise höher. Besonders deutlich zeigt sich das beispielsweise in der Modebranche: Während in Großbritannien rund 45 Prozent und in Frankreich etwa 50 Prozent KI beim Einkauf nutzen, liegt der Anteil in Deutschland bei etwa 30 Prozent.

Auch im Reisesegment greifen Verbraucher in Frankreich und Großbritannien häufiger auf KI-gestützte Empfehlungen zurück.

Milliardenpotenzial für Agentic Commerce

Langfristig könnte der Einfluss von KI im Handel deutlich wachsen. McKinsey schätzt, dass sogenannter „Agentic Commerce“ – also KI-Systeme, die Kaufentscheidungen aktiv unterstützen oder teilweise automatisieren – bis 2030 weltweit ein Marktvolumen zwischen drei und fünf Billionen US-Dollar orchestrieren könnte.

Für Händler bedeutet das, ihre digitalen Angebote stärker auf KI-basierte Systeme auszurichten. Klare Produktstrukturen, konsistente Daten und nachvollziehbare Informationen werden wichtiger, damit KI-Systeme Produkte korrekt erkennen und empfehlen können.

Vertrauen bleibt entscheidend

Trotz wachsender Akzeptanz stehen viele Verbraucher vollständig autonomen Kaufentscheidungen durch KI noch zurückhaltend gegenüber. Zwar sind viele bereit, einzelne Aufgaben an digitale Assistenten zu delegieren, die endgültige Kontrolle über Kaufentscheidungen möchten jedoch viele weiterhin behalten.

Experten betonen daher, dass Vertrauen ein entscheidender Faktor für die weitere Verbreitung von KI im Handel sein wird. Unternehmen müssen Transparenz schaffen und Nutzer schrittweise an KI-gestützte Einkaufserlebnisse heranführen.

Mit der zunehmenden Integration von KI in digitale Handelsplattformen könnte sich das Einkaufsverhalten in Europa in den kommenden Jahren deutlich verändern.

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