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Digitale Identität: Deutsche offen für Wallet – aber Sicherheitsbedenken bremsen

Symbolbild fuer ein digitales Wallet
Symbolbild - Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Digitale Identitätslösungen gewinnen an Bedeutung: Mehr als die Hälfte der Deutschen würde eine digitale Brieftasche nutzen. Doch Sicherheitsbedenken und geringe Verbreitung bremsen die Nutzung. Die PwC-Studie zeigt: Vertrauen und einfache Anwendungen sind entscheidend für den Durchbruch digitaler Identitäten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Digitale Identitätsverfahren gewinnen in Deutschland zunehmend an Bedeutung – doch zwischen Interesse und tatsächlicher Nutzung klafft weiterhin eine deutliche Lücke. Das zeigt eine aktuelle Studie von PwC unter 2.000 Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Digitale Identifikation auf dem Vormarsch

Ob Kontoeröffnung, SIM-Karten-Aktivierung oder Behördengänge – immer mehr Prozesse erfordern eine digitale Identitätsprüfung. Neben klassischen Verfahren wie Post-Ident oder Video-Ident etablieren sich zunehmend digitale Alternativen, die schneller und komfortabler sind.

Während das Post-Ident-Verfahren weiterhin als besonders sicher gilt und von der Mehrheit genutzt wurde, wächst die Verbreitung digitaler Lösungen deutlich. Bereits jede zweite Person hat sich per Video-Ident oder Bank-Ident ausgewiesen.

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eID wird bekannter – Nutzung bleibt gering

Die eID-Funktion des Personalausweises ist inzwischen 73 Prozent der Deutschen bekannt. Dennoch nutzen sie nur 20 Prozent aktiv – trotz deutlichem Wachstum in den vergangenen Jahren.

Auffällig ist die starke Abhängigkeit von Alter und Bildungsniveau: Jüngere und besser ausgebildete Menschen greifen deutlich häufiger auf die eID zurück als ältere Bevölkerungsgruppen.

Digitale Brieftasche stößt auf großes Interesse

Ein noch größeres Potenzial liegt in der digitalen Brieftasche. Mehr als die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, eine solche App zu nutzen, in der Dokumente wie Führerschein, Impfpass oder Gesundheitskarte gespeichert sind.

Besonders hoch ist die Zustimmung bei jüngeren Menschen, während ältere Zielgruppen zurückhaltender bleiben.

Komfort überzeugt – Sicherheit bleibt Hürde

Die Vorteile liegen für viele Nutzer auf der Hand: Dokumente sind jederzeit verfügbar, Prozesse werden einfacher und schneller.

Gleichzeitig stellen Sicherheitsbedenken die größte Hürde dar. Rund die Hälfte der Befragten fürchtet Hackerangriffe oder Identitätsdiebstahl, während viele auch Datenverlust als Risiko sehen. Vertrauen bleibt damit der entscheidende Faktor für die breite Akzeptanz.

Breite Einsatzmöglichkeiten im Alltag

Die digitale Brieftasche könnte in zahlreichen Bereichen eingesetzt werden – von Flughäfen über Arztbesuche bis hin zu Behördengängen. Auch im Zahlungsverkehr, sowohl online als auch im stationären Handel, sehen viele Befragte großes Potenzial.

Henne-Ei-Problem bremst Verbreitung

Trotz hoher Zustimmung bleibt die tatsächliche Nutzung begrenzt. Ein Grund ist die geringe Bekanntheit konkreter Lösungen wie der europäischen EUDI-Wallet.

Dieses klassische Henne-Ei-Problem – geringe Verbreitung auf Nutzer- und Anbieterseite – stellt eine zentrale Herausforderung für die Einführung dar.

Banken genießen größtes Vertrauen

Bei der Frage nach geeigneten Anbietern zeigt sich ein klares Bild: Banken genießen das größte Vertrauen und werden am häufigsten als Herausgeber einer digitalen Brieftasche genannt.

Auch staatliche Institutionen wie Behörden oder Ministerien gelten als geeignete Anbieter, während private Technologieunternehmen deutlich weniger Vertrauen genießen.

Zwischen Fortschritt und Zurückhaltung

Die Studie verdeutlicht, dass digitale Identitätslösungen in Deutschland auf wachsendes Interesse stoßen, ihre breite Nutzung jedoch noch von zentralen Faktoren abhängt.

Neben technischer Reife und Benutzerfreundlichkeit sind vor allem Sicherheit, Vertrauen und klare Verantwortlichkeiten entscheidend, um digitale Identitäten im Alltag zu etablieren.

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