Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigen sich viele mittelständische Unternehmen in Deutschland werbefreudig. Eine aktuelle Umfrage des Werbedienstleisters Crossvertise, über die IDOOH berichtet, unter über 100 KMUs offenbart: 89 Prozent planen, auch 2026 Werbung zu schalten. Besonders gefragt sind digitale Formate wie Onlinewerbung und Digital Out of Home (DOOH).
Werbebudgets bleiben stabil – mit Aufwärtstendenz
Während nur zwei Prozent der befragten Unternehmen vollständig auf Werbung verzichten wollen, signalisiert die Mehrheit eine Fortführung oder sogar Aufstockung der Werbeaktivitäten. 37 Prozent planen eine Erhöhung des Budgets für das kommende Jahr, 40 Prozent möchten es auf dem Vorjahresniveau halten. 15 Prozent der Befragten geben an, ihr Budget um bis zu 30 Prozent aufstocken zu wollen, vier Prozent sogar darüber hinaus.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
DOOH gewinnt an Bedeutung im Medienmix
Nach der Onlinewerbung, auf die 87 Prozent der Befragten setzen, rückt Außenwerbung in den Fokus. Fast die Hälfte der KMUs (49 Prozent) will in klassische oder digitale Außenwerbung investieren. Besonders bemerkenswert: Innerhalb der Gruppe, die ihre Budgets konstant halten, ist die Bereitschaft, DOOH-Kanäle zu nutzen, besonders hoch. 77 Prozent dieser Unternehmen wollen 2026 digitale Außenflächen einsetzen – ein Indiz dafür, dass DOOH zunehmend als eigenständiger Kanal wahrgenommen wird.
Retail Media bleibt Thema – trotz geringer Nutzung
Auch Retail Media wird als zukunftsträchtiger Kanal eingestuft, selbst wenn die tatsächliche Nutzung aktuell noch niedrig ist. Nur vier Prozent der Unternehmen nutzen bereits Werbung auf Supermarkt-Screens. Allerdings planen fünf Prozent den Einstieg, während rund 30 Prozent das Format grundsätzlich als interessant einstufen. Die Ziele reichen von Markenbekanntheit (58 Prozent) über Produktwerbung (38 Prozent) bis hin zu Recruiting (30 Prozent).
Crossvertise-Co-CEO Thomas Masek erklärt die noch geringe Verbreitung mit zwei Faktoren: Zum einen herrsche vielfach der Irrglaube, dass Retail Media nur für Produkte relevant sei, die im Supermarktregal stehen. Zum anderen sei die Infrastruktur außerhalb urbaner Räume noch lückenhaft. Gerade für KMUs, die stark regional verankert sind, sei das jedoch entscheidend.


