Der Brillenkonzern EssilorLuxottica hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. Trotz Belastungen durch US-Zölle und einer stärkeren Gewichtung des margenärmeren AI-Brillensegments legte der Konzern weltweit zu und verzeichnete insbesondere im vierten Quartal eine deutliche Beschleunigung seines Wachstums.
Breites Umsatzwachstum in allen Regionen
Auf Gesamtjahressicht erzielte EssilorLuxottica einen Umsatz von 28,49 Milliarden Euro, was einem Plus von 7,5 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Auf Basis konstanter Wechselkurse lag das Wachstum bei 11,2 Prozent, belastet vor allem durch die Abwertung des US-Dollar. Die zweite Jahreshälfte entwickelte sich besonders dynamisch und wuchs mit 15,2 Prozent fast doppelt so stark wie die erste.
Wesentlich zum Wachstum beitrug das AI-Brillengeschäft, das EssilorLuxottica gemeinsam mit Meta entwickelt. Modelle wie Ray-Ban Meta und Oakley Meta erreichten zusammen mehr als sieben Millionen verkaufte Einheiten im Gesamtjahr und stärkten alle großen Regionen. In Nordamerika stiegen die Erlöse auf 12,79 Milliarden Euro, in EMEA auf 10,78 Milliarden Euro. Auch Asien-Pazifik und Lateinamerika verzeichneten Zuwächse, wenngleich in geringerer Dynamik.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Ergebnisentwicklung unter Druck
Parallel zum Umsatzanstieg standen die Margen unter Druck. Die bereinigte Bruttomarge sank auf 60,9 Prozent, belastet durch US-Importzölle und die wachsende Bedeutung der AI-Brillen. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 4,46 Milliarden Euro bzw. 15,7 Prozent des Umsatzes, rund einen Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr. Der bereinigte Nettogewinn betrug 3,16 Milliarden Euro.
Das Unternehmen erwirtschaftete einen freien Cashflow von 2,8 Milliarden Euro und schloss das Jahr mit liquiden Mitteln von 3,54 Milliarden Euro ab. Die Nettoverbindlichkeiten beliefen sich auf 10,85 Milliarden Euro.
Strategische Ausrichtung und Ausblick
Strategisch treibt EssilorLuxottica seine Transformation vom Brillenhersteller zum Medtech-Konzern konsequent voran. Neben dem AI-Brillensegment baut das Unternehmen sein Geschäft mit Hörgeräten (Nuance Audio), ophthalmologischen Instrumenten sowie klinischen Dienstleistungen weiter aus. Auch das Geschäftsfeld Myopie-Management legte weltweit um 22 Prozent zu.
Für die kommenden fünf Jahre erwartet der Konzern ein solides Umsatzwachstum sowie eine im Trend ähnliche Entwicklung des operativen Ergebnisses – jeweils auf Basis konstanter Wechselkurse.
Dividende und Aktienrückkauf
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 4,00 Euro je Aktie vor, die als Bar- oder Aktiendividende ausgezahlt werden kann. Zudem setzte der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm fort und hielt zum Jahresende 99.289 eigene Aktien.


