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Etsy kehrt zu leichtem Wachstum zurück und setzt auf KI-Impulse

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Foto: Etsy

Key takeaways

Etsy meldet für Q4 2025 leichtes Wachstum, stabile Kernkennzahlen, starkes Depop-Wachstum und neue KI-Partnerschaften. Der Marktplatz zeigt erste Erholungstendenzen.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Etsy hat das vierte Quartal 2025 mit einer leichten Rückkehr zum Wachstum im Kernmarkt abgeschlossen. Der Online-Marktplatz erzielte laut Investorenmitteilung ein GMS von 3,59 Milliarden Dollar (rund 3,31 Milliarden Euro), was einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, bereinigt um den Verkauf der Musikplattform Reverb im Juni 2025. Die Umsätze entwickelten sich ebenfalls positiv und stiegen um 6,6 Prozent auf 881,6 Millionen Dollar (rund 814 Millionen Euro). CEO Kruti Patel Goyal betonte, dass Etsy sich wieder auf nachhaltige Wachstumsimpulse zubewege und die Relevanz des Marktplatzes durch zielgenaue Nutzeransprache weiter steigern wolle.

Etsy stabilisiert Käufer- und Verkäuferbasis

Im Etsy-Marktplatz selbst fiel das GMS mit 3,29 Milliarden Dollar (rund 3,04 Milliarden Euro) nahezu stabil aus. Die Zahl aktiver Käufer sank um 3,4 Prozent auf 86,5 Millionen, zeigte jedoch eine deutliche sequentielle Stabilisierung. Bei den aktiven Verkäufern wurde ein leichter Rückgang von 1,5 Prozent gemeldet, allerdings mit einer positiven Trendwende im Quartal. Besonders erfreulich für Etsy: Die App generierte 46 Prozent des GMS und wuchs um 6,6 Prozent.

Auch die Käuferaktivität zeigte erste Anzeichen der Erholung. Insgesamt gewann Etsy 6,8 Millionen neue Käufer hinzu und reaktivierte weitere 10,4 Millionen. Der Wert pro aktivem Käufer lag auf Jahresbasis bei 121 Dollar (rund 112 Euro), ein minimaler Rückgang um 0,5 Prozent, jedoch mit spürbarer Verbesserung gegenüber dem Vorquartal. In den wichtigsten Kategorien konnte Etsy laut Consumer Edge in der Hälfte der Segmente Marktanteile hinzugewinnen, während Home & Living im Jahresvergleich zulegte.

Zu den zentralen Wachstumsimpulsen im Quartal gehörten verstärkte eigene Marketingkanäle, bei denen E-Mail- und Push-Interaktionen um mehr als 25 Prozent stiegen, sowie der Ausbau internationaler Versandpartner. Zudem intensivierte Etsy seine KI-Aktivitäten: Neben der bereits vorhandenen Integration von ChatGPT Instant Checkout startete das Unternehmen neue agentic Shopping-Partnerschaften mit Google und Microsoft. Nutzer können damit ausgewählte Etsy-Produkte direkt innerhalb von KI-Erlebnissen wie Google AI Mode, Gemini und Copilot Checkout kaufen.

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Depop wächst stark – und wird verkauft

Die Tochtermarke Depop zeigte ein außergewöhnlich starkes Momentum. Das GMS stieg um 37,2 Prozent, getrieben vor allem vom US-Geschäft, das um beeindruckende 60,2 Prozent wuchs. Sowohl aktive Verkäufer als auch Käufer legten um über ein Drittel zu. Depop profitierte von neuen Empfehlungsfunktionen und einer breit angelegten Markenoffensive in den USA.

Zeitgleich kündigte Etsy den Verkauf von Depop an eBay an. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2026 zu einem Preis von 1,2 Milliarden Dollar (rund 1,11 Milliarden Euro) abgeschlossen werden. Ab dem ersten Quartal 2026 wird Depop als aufgegebener Geschäftsbereich separat ausgewiesen.

Gewinn geht zurück – GMS-Ausblick für 2026 positiv

Der Nettogewinn sank im vierten Quartal um 14,8 Prozent auf 110,7 Millionen Dollar (rund 102 Millionen Euro), was überwiegend auf einen im Vorjahr verbuchten Einmaleffekt aus Währungseffekten zurückzuführen ist. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 25,2 Prozent und damit etwas unter Vorjahr.

Für das Gesamtjahr 2025 verzeichnete Etsy ein GMS von 11,92 Milliarden Dollar (rund 11 Milliarden Euro), ein Rückgang um 5,3 Prozent. Der Umsatz stieg hingegen leicht um 2,7 Prozent auf 2,88 Milliarden Dollar (rund 2,65 Milliarden Euro). Der freie Cashflow belief sich auf 639 Millionen Dollar (rund 590 Millionen Euro).

Für 2026 gibt das Unternehmen erstmals wieder einen verhalten positiven Ausblick. GMS soll leicht wachsen, mit positiven Vergleichswerten in allen Quartalen. Die Take Rate wird für das erste Quartal auf etwa 25,5 Prozent geschätzt, während die bereinigte EBITDA-Marge zwischen 28 und 30 Prozent liegen soll. CFO Lanny Baker sieht Etsy auf einem erkennbaren Stabilisierungspfad: Die Maßnahmen zur Nutzerbindung und zur Stärkung des Marktplatzes zeigten erste Effekte.

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