Die Fielmann-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 ein moderates Umsatzwachstum erzielt, gleichzeitig jedoch eine deutliche Dynamik in ihren internationalen Märkten entwickelt. Während das Geschäft in Deutschland verhalten wächst, gewinnt die Expansion im Ausland zunehmend an Tempo. Das Unternehmen treibt parallel den Ausbau seines Filialnetzes, investiert in Personal und setzt verstärkt auf technologische Innovationen, um das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte zu beschleunigen.
Internationales Geschäft gewinnt an Dynamik
Im ersten Halbjahr 2026 erzielte Fielmann einen Konzernumsatz von 1,25 Milliarden Euro, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders auffällig ist die Entwicklung im Ausland: Nach einem schwachen Jahresauftakt mit geringem Wachstum zog die Dynamik im zweiten Quartal deutlich an. Märkte wie Spanien und Polen entwickelten sich überdurchschnittlich und tragen zunehmend zur Gesamtperformance bei.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Stabilität bei Ergebnis und Marge
Trotz der unterschiedlichen regionalen Entwicklungen bleibt die Ertragslage stabil. Das bereinigte EBITDA stieg leicht auf rund 296 Millionen Euro, während die EBITDA-Marge konstant bei etwa 24 Prozent liegt. Diese Entwicklung zeigt die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells sowie eine konsequente Kostenkontrolle in einem herausfordernden Marktumfeld.
Expansion, Personal und KI als Wachstumstreiber
Für die zweite Jahreshälfte setzt Fielmann auf eine deutliche Ausweitung seiner Aktivitäten. Die Zahl neuer Standorte wird massiv erhöht, insbesondere in internationalen Märkten. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine personellen Kapazitäten aus, um Wartezeiten zu reduzieren und die Servicequalität zu steigern. Ergänzend kommt zunehmend KI-gestützte Technologie zur Sehstärkenbestimmung zum Einsatz, die Prozesse beschleunigt und die Effizienz erhöht.
Ausblick bleibt vorsichtig optimistisch
Für das Gesamtjahr bestätigt Fielmann seine Prognose mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten, insbesondere in Deutschland, rechnet das Unternehmen jedoch eher mit Ergebnissen am unteren Ende der Erwartungen. Langfristig sieht die Gruppe im Rahmen ihrer Strategie „Vision 2035“ weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial in den Bereichen Augenoptik, Hörakustik und medizinische Dienstleistungen.




