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Games-Studie 2025: Deutschlands Branche wächst, kämpft aber um Marktanteile

Videogame auf einem Smartphone
Foto: RDNE Stock project / Pexels

Key takeaways

Die neue Games-Studie zeigt: Die Branche in Deutschland wächst rasant, bleibt aber bei der heimischen Produktion weit zurück. Nur 5,5 Prozent der Ausgaben landen bei deutschen Firmen. Eine steuerliche Förderung soll das ändern – 87 Prozent der Unternehmen erwarten davon positive Impulse für Entwicklung und Umsatz.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die deutsche Games-Branche hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Wachstumskurs eingeschlagen. Zwischen 2018 und 2024 wuchs die Zahl der Unternehmen im Kernmarkt um 81 Prozent – von 524 auf 948. Auch beim Umsatz konnte die Branche zulegen: Mit 3,73 Milliarden Euro wurde ein Plus von 22 Prozent erzielt. Die Zahl der Beschäftigten stieg im gleichen Zeitraum um 20 Prozent auf 14.800. Insbesondere der Frauenanteil entwickelte sich positiv und erreichte mit 30 Prozent einen neuen Höchststand.

Marktanteil bleibt niedrig trotz Wachstum

Trotz dieser dynamischen Entwicklung bleibt der Anteil deutscher Produktionen auf dem heimischen Markt gering. Lediglich 5,5 Prozent der in Deutschland ausgegebenen Gelder für Videospiele fließen laut dem Verband game tatsächlich an deutsche Unternehmen. Das bedeutet: Von 100 Euro verbleiben nur 5,50 Euro im Inland. Diese geringe Quote wird in der Studie vor allem auf die lange fehlenden Wettbewerbsbedingungen zurückgeführt. Erst durch die Einführung einer Bundesförderung konnte Deutschland international etwas aufholen – der Rückstand zu führenden Märkten wie Frankreich oder Kanada bleibt jedoch bestehen.

Ein Lichtblick ist die wirtschaftliche Wirkung der Förderung: Jeder Euro, der 2023 in Games-Förderung investiert wurde, führte laut Studie zu 6,50 Euro Bruttowertschöpfung sowie 2,50 Euro an Steuern und Sozialabgaben. Die von der Politik angestrebte Einführung einer steuerlichen Förderung – international längst Standard – könnte laut Studie entscheidende Impulse setzen.

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Erwartungen an steuerliche Förderung hoch

Die Studie „Die Games-Branche in Deutschland 2025“, erstellt von Goldmedia im Auftrag des Branchenverbands game und mitfinanziert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, gibt einen klaren Ausblick: 87 Prozent der befragten Unternehmen erwarten von der steuerlichen Förderung zusätzliche Entwicklungsimpulse. 67 Prozent rechnen mit Umsatzsteigerungen und 63 Prozent mit einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit. Auch die Sicherung von Arbeitsplätzen wird durch diese Maßnahme gestärkt.

game-Geschäftsführer Felix Falk betont: „Die Branche hat bewiesen, dass sie liefern kann – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Doch der eigentliche Turbo fehlt noch. Mit einem Mix aus bestehendem Förderfonds und steuerlicher Entlastung könnte Deutschland zur Weltspitze aufschließen.“ Die Games-Studie zeigt damit nicht nur das aktuelle Potenzial der Branche, sondern auch, was politisch notwendig ist, um dieses voll zu entfalten.

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