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Google erweitert Fitbit-Portfolio um Fitness-Tracker mit EKG und GPS

Google FitBit Edge Wearable
Foto: Google

Key takeaways

➟ Google stellt einen neuen Fitness-Tracker mit umfangreicher Sensorik, Sporterkennung und Gesundheitscoach vor. Das Modell bietet einen austauschbaren Akku und kann auch in Deutschland vorbestellt werden.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Google erweitert sein Wearable-Angebot mit dem Fitbit Edge. Der neue Fitness-Tracker kombiniert Gesundheitsüberwachung, KI-gestütztes Coaching und zahlreiche Sportfunktionen mit einem kompakten Gehäuse. In Deutschland wird das Gerät 179,99 Euro kosten und kann ab sofort vorbestellt werden.

Mit dem neuen Modell positioniert Google Fitbit zwischen einfachen Aktivitätsarmbändern und umfangreich ausgestatteten Smartwatches. Zu den angekündigten Funktionen gehören EKG, integriertes GPS, automatische Trainingserkennung und eine Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen. Deutsche Preise und die regionale Verfügbarkeit einzelner Gesundheitsfunktionen sind noch offen.

Fitbit Edge erhält größeres OLED-Display und leichtes Gehäuse

Das Gehäuse des neuen Trackers besteht aus recyceltem Aluminium und misst nach Herstellerangaben 11,5 Millimeter in der Dicke. Es soll rund 45 Prozent leichter sein als das Gehäuse der Apple Watch Series 12.

Google integriert ein Hybrid-OLED-Display, dessen Anzeigefläche gegenüber früheren Fitbit-Trackern um 46 Prozent gewachsen sein soll. Eine physische Seitentaste ergänzt die Touchsteuerung.

Die Benutzeroberfläche orientiert sich an der Pixel Watch 5 und bietet anpassbare Informationskacheln. Neben Fitnessdaten lassen sich Benachrichtigungen, Mediensteuerung und Google Maps nutzen.

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Mehr als 50 Sportmodi und automatische Aktivitätserkennung

Für sportliche Aktivitäten stehen über 50 manuell auswählbare Trainingsarten zur Verfügung. Je nach Sportart zeigt der Tracker unter anderem Herzfrequenzzonen, Geschwindigkeit und Zwischenzeiten an.

Zusätzlich soll Fitbit Edge bis zu 100 verschiedene Aktivitäten automatisch erkennen. Nutzer müssen dadurch nicht jedes Training selbst starten.

Ein integrierter GPS-Chip ermöglicht die Streckenaufzeichnung ohne Smartphone. Google verspricht eine um bis zu 40 Prozent verbesserte Ortungsgenauigkeit gegenüber früheren Modellen. Ein Höhenmesser ergänzt die erfassten Bewegungsdaten.

Ob die automatische Erkennung und die GPS-Verbesserungen im Alltag zuverlässig funktionieren, müssen unabhängige Tests zeigen.

EKG und Gesundheitsüberwachung im Mittelpunkt

Neben der optischen Herzfrequenzmessung bietet Fitbit Edge eine EKG-Funktion sowie Sensoren zur Erfassung nächtlicher Hauttemperaturveränderungen. Schlafanalysen und Messungen der Herzfrequenzvariabilität sollen zusätzliche Informationen zur Regeneration liefern.

Unter der Bezeichnung „Health Guardian“ bündelt Google Funktionen, die Veränderungen gesundheitsbezogener Messwerte erkennen und auf Auffälligkeiten hinweisen sollen.

Angekündigt sind außerdem Auswertungen zu Blutdrucktrends und zur Insulinresistenz. Welche Messverfahren dafür eingesetzt werden und welche medizinische Aussagekraft die Ergebnisse besitzen, bleibt allerdings unklar.

Auch zu regulatorischen Zulassungen und möglichen Einschränkungen einzelner Funktionen in Deutschland liegen noch keine vollständigen Angaben vor.

Google verknüpft Fitness-Tracker mit kostenpflichtigem KI-Coaching

Eine zentrale Rolle spielt der digitale Google Health Coach. Die KI-Anwendung soll individuelle Empfehlungen für Training, Bewegung und Regeneration erstellen.

Über Google Health Premium können Nutzer zusätzliche Auswertungen und personalisierte Hinweise erhalten. Beim Kauf des Fitbit Edge sind drei Monate des kostenpflichtigen Dienstes enthalten.

Google verbindet damit den Hardwareverkauf stärker mit wiederkehrenden Einnahmen aus digitalen Gesundheitsangeboten. Gleichzeitig gewinnen Datenschutz und der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Gesundheitsinformationen an Bedeutung.

Sieben Tage Akkulaufzeit und austauschbarer Akku

Nach Herstellerangaben erreicht Fitbit Edge eine Laufzeit von bis zu sieben Tagen. Eine fünfminütige Schnellladung soll unter geeigneten Bedingungen genügend Energie für einen weiteren Nutzungstag liefern.

Erstmals setzt Google bei einem Fitbit-Tracker auf eine modulare Konstruktion mit austauschbarem Akku. Das soll Reparaturen erleichtern und die Nutzungsdauer verlängern.

Offen bleiben die Kosten für einen Akkutausch, die Ersatzteilversorgung und die langfristige Softwareunterstützung. Das Gerät ist zudem für eine Wasserbeständigkeit bis zu 50 Metern ausgelegt.

Verkaufsstart am 27. Oktober und Sonderedition mit Stephen Curry

Fitbit Edge erscheint in den vier Farbvarianten Obsidian, Fog, Olive und Canyon. Verschiedene Sport-, Textil- und Metallarmbänder ermöglichen eine individuelle Gestaltung. Das reguläre Modell startet ab 179,99 US-Dollar bzw. 179,99 Euro.

Mit dem Fitbit Edge erweitert Google seine Produktfamilie zwischen dem bildschirmlosen Fitbit Air und der Pixel Watch. Ob der Tracker gegenüber etablierten Fitness-Armbändern und Smartwatches konkurrenzfähig ist, hängt insbesondere von der Zuverlässigkeit seiner Gesundheitsfunktionen und dem Nutzen des KI-Coachings ab.

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