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Bonial übernimmt Tjek und expandiert in vier nordische Märkte

Logos von Bonial und Tjek
Foto: Bonial / Tjek

Key takeaways

➟ Mit Tjek expandiert Bonial nach Skandinavien. Die Axel-Springer-Tochter erweitert damit sein Handelsmarketing-Geschäft um vier Länder und gewinnt zusätzliche Reichweite sowie neue lokale Marktkenntnis.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Die zur Axel Springer gehörende Bonial Group übernimmt die Mehrheit am nordischen Handelsmarketing-Anbieter Tjek. Mit der Akquisition erweitert das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit von Deutschland und Frankreich auf Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland. Bonial ist damit künftig in sechs europäischen Märkten vertreten.

Die Übernahme ist Teil der europäischen Wachstumsstrategie des Unternehmens. Bonial will seine Position im digitalen Handelsmarketing ausbauen und zusätzliche Reichweite sowie regionale Marktkenntnisse in seinem europäischen Retail Marketing Hub bündeln. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

Tjek erreicht 2,5 Millionen Nutzer im Monat

Das 2009 gegründete Unternehmen Tjek hat seinen Hauptsitz in Kopenhagen und betreibt digitale Plattformen für Handelsangebote und Prospekte in vier nordischen Ländern.

Nach Unternehmensangaben nutzen monatlich rund 2,5 Millionen Menschen die verschiedenen Shopping-Angebote. Dazu zählen eTilbudsavis in Dänemark, eTilbudsavis und Mattilbud in Norwegen, eReklamblad in Schweden sowie eTarjouslehdet in Finnland.

Über die Plattformen können Verbraucher Angebote unterschiedlicher Handelsunternehmen vergleichen. Händler und Marken nutzen die digitalen Kanäle zugleich, um ihre Werbung gezielt auszuspielen.

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Bonial erweitert Geschäft auf sechs europäische Länder

Bislang konzentrierte sich Bonial mit seinen Handelsmarketing-Aktivitäten auf Deutschland und Frankreich. Durch die Mehrheitsbeteiligung an Tjek kommen vier weitere nationale Märkte hinzu.

Die Expansion soll den europäischen Retail Marketing Hub stärken. Dieser verbindet digitale Reichweite, technologische Lösungen und Dienstleistungen für die Angebotskommunikation von Handelsunternehmen.

Mit der Integration des nordischen Anbieters erweitert Bonial insbesondere seine Möglichkeiten, Händler und Marken bei digitalen Werbekampagnen in mehreren europäischen Ländern zu unterstützen.

Geschäftsführung und Eigentümerstruktur von Tjek bleiben teilweise erhalten

Die bisherigen Führungskräfte von Tjek bleiben auch nach der Mehrheitsübernahme im Unternehmen. Mitgründer Morten Bo führt den Anbieter weiterhin als CEO, während Jack Tolboe seine Funktion als COO behält.

Beide bleiben zudem am Unternehmen beteiligt. Damit setzt Bonial bei der Expansion auf die Fortführung des bestehenden Managements und dessen regionale Marktkenntnisse.

Die Kombination aus lokaler Unternehmensführung und internationaler Gruppenstruktur soll die Weiterentwicklung der Plattformen unterstützen.

Axel Springer baut Commerce-Geschäft durch Übernahmen aus

Für Axel Springer ist die Akquisition ein weiterer Schritt beim Ausbau seiner Commerce-Aktivitäten. Mark Dekan, Vorstand für den Bereich Commerce bei Axel Springer, sieht in der Übernahme eine Möglichkeit, das europäische Geschäft durch etablierte regionale Anbieter zu erweitern.

Auch die Bonial-Geschäftsführer Florian Reinartz und Karsten Lehmann betonen die Bedeutung der zusätzlichen Reichweite und der Marktkenntnisse von Tjek für die europäische Unternehmensstrategie.

Im Mittelpunkt steht dabei die Bündelung bestehender digitaler Handelsplattformen unter einer gemeinsamen Gruppenstruktur.

Digitales Handelsmarketing gewinnt europäische Reichweite

Für Handelsunternehmen bietet der Zusammenschluss die Möglichkeit, digitale Prospekte und Angebotskampagnen über zusätzliche Märkte hinweg zu verbreiten.

Bonial setzt dabei auf die Verbindung seiner bestehenden Handelsmarketing-Lösungen mit den regional etablierten Plattformen von Tjek. Das Unternehmen will damit seine Rolle als Partner für digitale Angebotskommunikation und die gezielte Ansprache potenzieller Kunden stärken.

Die Übernahme zeigt zugleich die zunehmende Bedeutung länderübergreifender Plattformstrukturen im europäischen Handelsmarketing. Wie die technischen Systeme und Vermarktungsangebote künftig zusammengeführt werden, wurde noch nicht näher erläutert. Auch zu möglichen finanziellen Auswirkungen der Akquisition liegen keine Angaben vor.

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