Gemini 3 markiert einen bedeutenden Meilenstein in Googles Entwicklung hin zur allgemeinen künstlichen Intelligenz (AGI). Als Nachfolger von Gemini 2.5 ist es das bislang leistungsfähigste Modell des Konzerns – sowohl in puncto Multimodalität als auch in Sachen intelligenter Aufgabenbearbeitung. CEO Sundar Pichai beschreibt die Einführung als einen historischen Schritt, der auf einer zweijährigen Entwicklung fußt, bei der Forschung, Infrastruktur und Produktintegration eng verzahnt wurden.
Intelligenz auf neuem Niveau
Mit Gemini 3 hebt Google das Niveau der KI-gestützten Interaktion deutlich an. Das Modell brilliert in Benchmarks, die bisherige Systeme übertreffen: So erreicht Gemini 3 Pro einen Elo-Wert von 1501 auf der LMArena, zeigt Promotionsniveau beim komplexen Reasoning (37,5 % auf Humanity’s Last Exam ohne Tools) und erzielt Bestwerte bei mathematischen Aufgaben mit 23,4 % auf dem MathArena Apex.
Dabei verarbeitet es Inhalte aus Text, Bild, Video und Audio nicht nur simultan, sondern verknüpft diese auch kontextsensitiv. Dank eines Kontexts von bis zu einer Million Token analysiert das Modell auch extrem lange Inhalte konsistent und verlässlich – von wissenschaftlichen Papern bis zu Sportaufzeichnungen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Lernen, Bauen, Planen – Gemini 3 als universelles Werkzeug
Gemini 3 ist nicht nur ein besseres Chatmodell, sondern eine umfassende Plattform für Bildung, Kreativität und Alltag. Nutzer können handschriftliche Familienrezepte in strukturierte Kochbücher verwandeln lassen oder sich aus langen Lernvideos interaktive Lernkarten generieren. In der Sportanalyse erkennt das System Verbesserungspotenzial, erstellt Trainingspläne und begleitet den Fortschritt.
Entwickler profitieren von Gemini 3 besonders: Im Vergleich zum Vorgänger überzeugt es mit höherer Präzision in der Codeerstellung und generiert komplexe visuelle Web-Interfaces mit minimalem Prompting. Mit der neuen Entwicklungsumgebung Google Antigravity führt Google zudem ein agentenbasiertes System ein, in dem Gemini eigenständig komplette Softwarelösungen planen, schreiben und testen kann.
Deep Think: Noch mehr Tiefe durch erweiterte Logik
Mit „Gemini 3 Deep Think“ führt Google eine zusätzliche Modus-Stufe ein, die auf maximale kognitive Tiefe abzielt. In Benchmarks übertrifft dieses Feature die ohnehin starken Ergebnisse der Pro-Version nochmals deutlich – etwa mit 93,8 % auf dem GPQA Diamond oder 45,1 % auf ARC-AGI-2 bei aktivierter Code-Ausführung. Das zeigt: Gemini 3 ist auf dem besten Weg, echte Problemlösungskompetenz auf Hochschulniveau zu etablieren.
Leistungsfähig und sicher
Neben den rein technischen Fortschritten setzt Google stark auf Sicherheit und verantwortungsvolle Entwicklung. Gemini 3 zeigt laut Unternehmensangaben weniger Schmeichelei (Sycophancy), höhere Resistenz gegen sogenannte Prompt Injection-Angriffe und einen verbesserten Schutz vor missbräuchlicher Nutzung. Unabhängige Prüfungen durch Drittfirmen wie Apollo und Vaultis sowie Kooperationen mit staatlichen Stellen wie der britischen AI Safety Institute (AISI) sollen das Modell zusätzlich absichern.
Startschuss für breite Integration
Seit dem 18. November 2025 ist Gemini 3 in der Gemini-App, im AI Studio, in Vertex AI sowie in Googles neuer Entwicklungsplattform Antigravity verfügbar. Für Unternehmen steht es über Gemini Enterprise zur Verfügung. Die besonders leistungsstarke Deep Think-Funktion wird zunächst nur für Sicherheitstests freigegeben und kommt später zu Google AI Ultra-Abonnenten.


