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Trotz Umsatzwachstum: eBay baut weltweit 800 Stellen ab

eBay Logo auf einem Gebaeude
Foto: wolterke / depositphotos.com

Key takeaways

Trotz überraschend starker Quartalszahlen und wachsendem Handelsvolumen streicht eBay erneut Hunderte Jobs. Der Schritt unterstreicht den anhaltenden Druck im Tech-Sektor, Kosten zu senken und strategische Prioritäten wie Re-Commerce und technologische Innovationen fokussierter auszurichten.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das Marktplatz-Urgestein eBay plant einen weiteren deutlichen Personalabbau und streicht Insidern zufolge weltweit rund 800 Stellen – etwa sechs Prozent der Belegschaft, wie Bloomberg berichtet. Trotz solider Geschäftsentwicklung begründet der Konzern den Schritt mit einer strategischen Neuausrichtung, die Ressourcen auf margenstärkere Bereiche lenken und die Organisation verschlanken soll. Wie der E-Commerce-Blog Wortfilter bereits gestern berichtet, sollen auch Stellen in Deutschland, dem für eBay zweitgrößten Markt, betroffen sein.

Fortgesetzte Restrukturierung

Die jüngste Maßnahme setzt eine Serie von Einschnitten fort: Anfang 2024 entfernte eBay rund 1.000 Jobs, 2023 kamen weitere 500 hinzu. Insgesamt wurden binnen drei Jahren mehr als 2.000 Stellen abgebaut. CEO Jamie Iannone verweist erneut auf die Notwendigkeit, Kostenstrukturen und Wachstumsambitionen besser auszubalancieren.

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Wachstum trotz Sparkurs

Operativ lief 2025 für eBay erfolgreich: Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar, das Nettoergebnis lag bei zwei Milliarden. Der Cashflow erreichte 2,8 Milliarden Dollar. Besonders stark zeigte sich das vierte Quartal mit einem Umsatzplus von 15 Prozent auf drei Milliarden Dollar – über den Erwartungen der Analysten. Auch das Gross Merchandise Volume zog um sieben Prozent auf 79,6 Milliarden Dollar an. Die Aktie reagierte entsprechend positiv.

Re-Commerce als Zukunftsfeld

Ein Kern der strategischen Ausrichtung bleibt das Geschäft mit gebrauchten und aufbereiteten Produkten. Rückenwind erhält eBay zudem durch die geplante Übernahme der Secondhand-Modeplattform Depop für 1,2 Milliarden Dollar – deutlich günstiger als die 1,63 Milliarden, die Etsy einst zahlte. Damit stärkt eBay gezielt seine Position bei jüngeren Zielgruppen und im wachstumsstarken Secondhand-Segment.

Tech-Sektor unter Effizienzdruck

eBays Entscheidung reiht sich in einen breiteren Trend ein: Auch andere Tech-Konzerne wie Amazon kürzen massiv Personal, um ihre Strukturen nach den expansiven Pandemie-Jahren zu straffen. Während die Konsumlaune schwankt, profitieren Anbieter mit günstigen oder gebrauchten Produkten – dennoch bleibt der Kostendruck hoch. Der erneute Stellenabbau bei eBay erscheint daher weniger als Krisensymptom, sondern als Teil einer langfristigen Effizienz- und Investitionsstrategie.

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