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Generation X im Fokus: Die unterschätzte Kaufkraft im Handel

Frau mit weissen Einkaufstueten
Foto: Pexels

Key takeaways

Eine neue Studie von NIQ und World Data Lab zeigt: Die Generation X ist weltweit die kaufkräftigste Altersgruppe und bleibt dies voraussichtlich bis 2033. Besonders in Deutschland punktet sie mit hoher Kaufkraft, pragmatischem Konsum und klaren Markenpräferenzen. Händler sollten diese Zielgruppe gezielt ansprechen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Generation X, geboren zwischen 1965 und 1980, rückt immer stärker in den Mittelpunkt der Konsumwirtschaft. Laut einer gemeinsamen Studie von NIQ und World Data Lab verfügt diese Altersgruppe über eine enorme Kaufkraft und prägt das Konsumverhalten weit über die eigenen Bedürfnisse hinaus. In vielen Fällen kaufen Gen-X-Vertreter nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Eltern und Kinder – ein Faktor, der ihre wirtschaftliche Bedeutung zusätzlich steigert.

Weltweit wird ihre Kaufkraft von derzeit 15,2 Billionen US-Dollar (rund 14 Billionen Euro) bis 2035 auf 23 Billionen US-Dollar (rund 21,2 Billionen Euro) anwachsen.

Kaufverhalten in Deutschland

Mit einem jährlichen Ausgabevolumen von 620 Milliarden Euro übertrifft die Generation X in Deutschland alle anderen Altersgruppen deutlich. Bereits seit 2021 hält sie diese Spitzenposition, die voraussichtlich bis 2033 Bestand haben wird. Als „Kümmerer“-Generation kombiniert sie Verantwortung für mehrere Generationen mit hohen Ansprüchen an Preis-Leistung und Alltagstauglichkeit.

Mehr als die Hälfte der deutschen Gen-X-Konsumenten bezeichnet ihre finanzielle Lage als komfortabel, im internationalen Vergleich ein deutlich höherer Wert. Gleichzeitig zeigt sich ein gewisses Desinteresse an Markennamen – etwa ein Drittel kauft schlicht, was gebraucht wird, während 39 Prozent kleinere Marken bevorzugen.

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Gesundheits- und Technikaffinität

Gesundheitsprodukte wie Vitamine und Supplemente sind für 40 Prozent der deutschen Gen X Teil des Einkaufsalltags, während Abnehmprodukte nur für eine Minderheit von 13 Prozent interessant sind. Digitale Tools zur Gesundheitskontrolle nutzen etwa ein Drittel – deutlich weniger als die Generation Z. Beim Thema künstliche Intelligenz zeigt sich ein ähnliches Bild: Nur 16 Prozent folgen KI-Kaufempfehlungen, doch 60 Prozent würden KI-Agenten akzeptieren, wenn diese den Service beschleunigen.

Hersteller und Händler, die auf Innovation, Qualität und klaren Mehrwert setzen, haben gute Chancen, diese kaufkräftige Zielgruppe langfristig zu binden. Angesichts ihrer stabilen Kaufkraft und ihres pragmatischen Konsumverhaltens bleibt die Generation X ein entscheidender Faktor für den Handel der kommenden Jahre.

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