Mehr als ein Jahrzehnt nach dem gescheiterten Fire Phone unternimmt Amazon offenbar einen neuen Anlauf im Smartphone-Markt. Laut einem Bericht von Reuters arbeitet der Konzern an einem Gerät mit dem Codenamen „Transformer“, das stark auf künstliche Intelligenz und die hauseigene Sprachassistenz Alexa ausgerichtet sein soll.
Fokus auf KI und Amazon-Ökosystem
Das geplante Smartphone entsteht innerhalb der Devices-and-Services-Sparte und soll vor allem die Nutzung von Amazons eigenen Diensten vereinfachen. Dazu zählen unter anderem Shopping, Prime Video und Prime Music. Im Zentrum steht jedoch die Integration von Alexa, die in den vergangenen Jahren umfassend weiterentwickelt wurde und nun auch in Großbritannien unter Alexa+ gestartet ist.
Mit personalisierten Funktionen und tiefgreifender Verzahnung mit bestehenden Angeboten will Amazon die Kundenbindung stärken und die Nutzung seiner digitalen Services intensivieren.
Amazon unaufhaltsam
Neues Entwicklerteam mit prominenter Führung
Die Entwicklung des Geräts erfolgt Berichten zufolge in einer internen Einheit namens „ZeroOne“. Geleitet wird das Team von J Allard, einem ehemaligen Microsoft-Manager, der maßgeblich an der Entwicklung der Xbox beteiligt war.
Die neue Struktur deutet darauf hin, dass Amazon bewusst neue Ansätze verfolgt, um frühere Fehler zu vermeiden und das Projekt strategisch neu auszurichten.
Rückkehr nach Fire-Phone-Flop
Amazon hatte sich bereits 2014 mit dem Fire Phone im Smartphone-Markt versucht, zog sich jedoch nach schwachen Verkaufszahlen schnell wieder zurück. Der erneute Einstieg erfolgt nun unter völlig anderen Vorzeichen, insbesondere durch den massiven Fortschritt im Bereich künstlicher Intelligenz.
Teil einer umfassenden KI-Offensive
Das Smartphone-Projekt ist eingebettet in eine deutlich breitere Strategie. Amazon investiert massiv in künstliche Intelligenz, Chips und Robotik und will seine Position in diesem Zukunftsfeld weiter ausbauen.
Ein eigenes Smartphone könnte dabei helfen, KI-Anwendungen direkt beim Kunden zu verankern und neue Nutzungsszenarien zu erschließen. Ob und wann das Gerät tatsächlich auf den Markt kommt, ist bislang jedoch unklar.


