Gesundheit und Technologie gewinnen zunehmend Einfluss auf das Konsumverhalten in Deutschland. Eine aktuelle Studie von PwC zeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Kaufentscheidungen immer stärker an Wohlbefinden, Alltagstauglichkeit und digitalen Lösungen ausrichten. Gleichzeitig entstehen deutliche Unterschiede zwischen den Generationen – insbesondere bei der Nutzung von Technologie und der Wahrnehmung des eigenen Gesundheitszustands.
Gen Z bewertet eigene Gesundheit kritischer
Während ältere Menschen ihre Gesundheit überwiegend positiv einschätzen, zeigt sich die Generation Z deutlich skeptischer. Nur gut die Hälfte der Jüngeren bewertet den eigenen Gesundheitszustand als gut. Besonders im Bereich mentale Gesundheit und Schlaf berichten sie häufiger von Belastungen, wodurch sie zu einer zentralen Zielgruppe für neue Gesundheitsangebote werden.
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Alltagsnahe Maßnahmen dominieren das Verhalten
Über alle Altersgruppen hinweg setzen Verbraucher vor allem auf leicht umsetzbare Maßnahmen. Aktivitäten wie Bewegung, Zeit in der Natur und selbst zubereitete Mahlzeiten gehören für viele zum Alltag. Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine deutliche Lücke zwischen Gesundheitszielen und tatsächlicher Umsetzung, da Faktoren wie Zeitmangel und fehlende Motivation bremsen.
Preis-Leistung entscheidend bei Kaufentscheidungen
Beim Kauf von Gesundheitsprodukten steht für die Mehrheit das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund. Ergänzend spielen transparente Informationen und eine einfache Nutzung eine wichtige Rolle. Komplexere Angebote wie Vorsorgeprogramme stoßen trotz hoher Relevanz auf geringere Nachfrage, während einfache Produkte wie Nahrungsergänzungsmittel stärker genutzt werden.
KI wird zum Einstiegspunkt in den Gesundheitsmarkt
Digitale Lösungen gewinnen deutlich an Bedeutung. Mehr als die Hälfte der Nutzer von KI-Tools greift bei Gesundheitsfragen zunächst auf diese Anwendungen zurück. Auch Wearables und Gesundheits-Apps sind weit verbreitet, werden jedoch nicht immer regelmäßig genutzt. Besonders jüngere Verbraucher zeigen eine hohe Offenheit gegenüber technologiebasierten Lösungen.
Vertrauen entscheidet über Datennutzung
Ein zentraler Faktor für die Akzeptanz digitaler Gesundheitsangebote ist Vertrauen. Während klassische Gesundheitsakteure wie Apotheken eine hohe Glaubwürdigkeit genießen, stehen viele Verbraucher branchenfernen Anbietern skeptisch gegenüber. Die Bereitschaft, Gesundheitsdaten zu teilen, hängt daher stark vom Anbieter und dessen Transparenz ab.
Wachsender Markt mit hohen Anforderungen
Der globale Wellness-Markt wächst dynamisch und bietet Unternehmen große Chancen. Entscheidend für den Erfolg ist jedoch, dass Angebote alltagstauglich sind und einen klaren Mehrwert bieten. Insbesondere digitale Lösungen können die Lücke zwischen Interesse und tatsächlicher Nutzung schließen, sofern sie einfach zugänglich und vertrauenswürdig gestaltet sind.






