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Inflation im Euroraum sinkt auf 1,7 Prozent – Deutschland weiter über Durchschnitt

Mehrere Euro Geldscheine
Foto: Jakub Zerdzicki / Pexels

Key takeaways

Die Inflation im Euroraum ist im Januar 2026 auf 1,7 Prozent gefallen, getrieben vor allem durch sinkende Energiepreise. Laut Eurostat verzeichneten Dienstleistungen und Lebensmittel weiterhin kräftige Anstiege. Länder wie Frankreich und Italien meldeten besonders niedrige Raten, während Deutschland weiter über dem Durchschnitt liegt.

Lesezeit ca. 1 Minute

Im Januar 2026 ist die jährliche Inflationsrate im Euroraum laut einer Schnellschätzung von Eurostat auf 1,7 Prozent gesunken – nach 2,0 Prozent im Dezember. Damit setzt sich der Rückgang der Teuerung fort, insbesondere getrieben durch sinkende Energiepreise.

Verbraucherpreise verlangsamen sich weiter

Die Zahlen basieren auf dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), der ab Februar 2026 in aktualisierter Form veröffentlicht wird. Die methodischen Änderungen betreffen unter anderem die Anpassung an die überarbeitete europäische Ausgabenkategorie COICOP 2018 sowie die Neuberechnung des Index mit dem neuen Basisjahr 2025 (=100). Erstmals wird auch der Bereich Glücksspiele im Segment Freizeitdienstleistungen berücksichtigt.

Mit 3,2 Prozent wiesen Dienstleistungen im Januar weiterhin die höchste jährliche Teuerungsrate auf, auch wenn sie sich gegenüber Dezember (3,4 %) leicht abschwächte. Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak stiegen um 2,7 % (zuvor 2,5 %). Industriegüter ohne Energie legten nur leicht um 0,4 % zu. Besonders deutlich fiel hingegen die Entwicklung im Energiesektor aus: Hier sanken die Preise im Jahresvergleich um 4,1 %, nachdem sie im Dezember noch um 1,9 % gefallen waren.

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Deutliche Unterschiede zwischen den Ländern

Ein Blick auf die Mitgliedstaaten zeigt ein heterogenes Bild: In Belgien sank die Inflation auf 1,4 %, in Italien lag sie bei 1,0 %. Deutschland verzeichnete mit 2,1 % einen leichten Anstieg gegenüber dem Vormonat. Besonders niedrig war die Rate in Frankreich (0,4 %), während Länder wie die Slowakei (4,2 %) oder Kroatien (3,6 %) nach wie vor überdurchschnittlich hohe Werte meldeten.

Auch die monatlichen Preisveränderungen weisen auf eine Entspannung hin: Im gesamten Euroraum ging das Preisniveau im Januar gegenüber Dezember um geschätzte 0,5 % zurück. Besonders bei Industriegütern und Energie sind teils deutliche Rückgänge zu beobachten.

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