Die Inflationsrate in Deutschland ist im Februar 2026 leicht auf 1,9 Prozent gesunken und bestätigt damit das vorläufige Ergebnis. Nach 2,1 Prozent im Januar und 1,8 Prozent im Dezember zeigt sich ein gedämpfter Preisauftrieb. Vor allem die zurückgehende Teuerung bei Nahrungsmitteln wirkte laut Statistischem Bundesamt im Februar stabilisierend, während Dienstleistungen weiterhin ein treibender Faktor blieben. Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent zu.
Energiepreise bleiben rückläufig
Energieprodukte verbilligten sich im Jahresvergleich um 1,9 Prozent. Besonders spürbar ist der Rückgang bei Haushaltsenergie, die um 3,5 Prozent günstiger wurde. Erdgas, Strom und Fernwärme wurden billiger, was unter anderem auf politische Eingriffe wie reduzierte Netzentgelte und die Abschaffung der Gasspeicherumlage zurückgeführt wird. Heizöl war ebenfalls günstiger, während feste Brennstoffe deutlich teurer wurden. Kraftstoffe verteuerten sich moderat. Die angespannten geopolitischen Entwicklungen, insbesondere die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten, schlugen sich im Februar allerdings noch nicht im Preisniveau nieder.
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Lebensmittel verteuern sich nur noch moderat
Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Februar lediglich um 1,1 Prozent und damit weniger stark als im Januar. Besonders Süßwaren, Schokolade sowie Fleisch und frische Agrarprodukte verteuerten sich spürbar, während Butter, Speiseöle, Kartoffeln und Molkereiprodukte deutliche Preisrückgänge verzeichneten. Eier hingegen zogen erneut deutlich an. Der übergeordnete Trend zeigt, dass der Lebensmittelmarkt weiterhin stark divergierende Preisbewegungen aufweist, insgesamt aber weniger Druck auf die Inflation ausübt.
Kerninflation weiterhin stabil über zwei Prozent
Ohne Energie lag die Inflationsrate bei 2,3 Prozent. Die Kerninflation, die weder Energie noch Lebensmittel berücksichtigt, verharrte bei 2,5 Prozent und zeigt damit unverändert eine überdurchschnittliche Teuerung in anderen Waren- und Dienstleistungsbereichen. Trotz fallender Energiepreise bleibt der strukturelle Preisauftrieb in der Gesamtwirtschaft sichtbar.
Dienstleistungen als Preistreiber
Dienstleistungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 3,2 Prozent und liegen damit seit über zwei Jahren über der allgemeinen Inflationsrate. Besonders soziale Dienstleistungen, die kombinierte Personenbeförderung, Fahrzeugreparaturen, Gesundheitsversicherungen sowie Gastronomie und wohnungsnahe Dienste trugen zum Preisanstieg bei. Die Erhöhung des Preises für das Deutschlandticket zum Jahresbeginn wirkt ebenfalls nach. Nettokaltmieten stiegen um 2,1 Prozent und bleiben ein zentraler Faktor für die Gesamtteuerung. Günstiger wurden lediglich wenige Leistungen, darunter Telekommunikation.
Warenpreise entwickeln sich moderat
Die Preise für Waren insgesamt lagen lediglich 0,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Neben Lebensmitteln verteuerten sich alkoholfreie Getränke und Tabakwaren deutlich, während Elektro-Großgeräte günstiger wurden. Energie dämpfte den Warenkorb zusätzlich durch ihren Preisrückgang.
Preisentwicklung zum Vormonat
Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Höhere Gebühren für Personalausweise trieben die Verwaltungsdienstleistungen sichtbar an. Saisonale Effekte sorgten für teurere Pauschalreisen. Energie und Lebensmittel verteuerten sich leicht. Insgesamt zeigt der Februar ein ruhigeres Preisumfeld, jedoch weiterhin spürbaren Kostendruck in einzelnen Dienstleistungsbereichen.


