Im November 2025 haben die deutschen Amtsgerichte 1.794 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Das entspricht laut Statistischem Bundesamt einem moderaten Anstieg von 0,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Da Insolvenzen erst nach der ersten gerichtlichen Entscheidung statistisch erfasst werden, liegt der tatsächliche Antragstermin meist rund drei Monate zurück.
Rückgang der Forderungssummen trotz mehr Insolvenzen
Die von den Gerichten gemeldeten Forderungen der Gläubiger beliefen sich im November 2025 auf rund 1,5 Mrd. Euro. Im Vorjahresmonat waren es noch 2,8 Mrd. Euro. Der deutliche Rückgang deutet darauf hin, dass im Jahr 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten. Die aktuelle Entwicklung zeigt damit eine höhere Fallzahl, jedoch mit erheblich geringeren finanziellen Auswirkungen.
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Verkehr und Lagerei besonders betroffen
Bezogen auf 10 000 Unternehmen lag die Insolvenzhäufigkeit im November 2025 bei 5,2 Fällen. Am stärksten betroffen war der Bereich Verkehr und Lagerei mit 11,0 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen. Es folgten das Baugewerbe mit 8,1 Fällen sowie die Erbringung sonstiger wirtschaftlicher Dienstleistungen – darunter Zeitarbeitsfirmen – mit 7,7 Fällen.
Im Zeitraum Januar bis November 2025 verzeichneten die Amtsgerichte insgesamt 22 027 Unternehmensinsolvenzen, 10,0 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 44,3 Mrd. Euro, während sie im Vorjahr noch bei 52,3 Mrd. Euro lagen.
Verbraucherinsolvenzen steigen deutlich
Neben den Unternehmensdaten meldeten die Gerichte im November 2025 insgesamt 6 408 Verbraucherinsolvenzen, ein Plus von 7,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von Januar bis November 2025 summierten sich die Verbraucherinsolvenzen auf 70 941 Fälle, was einem Anstieg von 8,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.


