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BCG-Index: News und Handel besonders „KI-gefährdet“

Illustriertes Gehirn und ein AI Schriftzug
Foto: Pixabay

Key takeaways

Eine neue Studie von BCG und Moloco zeigt: Zwei Drittel der Top-Marketer erwarten gravierende Veränderungen im Kundenverhalten durch KI. Besonders betroffen sind Branchen wie Einzelhandel, News und Reisen. Der Consumer AI Disruption Index identifiziert die gefährdeten Sektoren und bietet Strategien zur digitalen Resilienz.

Lesezeit ca. 2 Minuten

KI verändert das Konsumentenverhalten tiefgreifend – darin sind sich die Marketingentscheider weltweit einig. Laut einer neuen Studie von Boston Consulting Group (BCG) und dem Werbetechnologie-Anbieter Moloco rechnen 67 Prozent der befragten Top-Marketer mit einer deutlichen Störung der klassischen Customer Journey. Für viele Branchen bedeutet das eine grundlegende Neuausrichtung.

Neue Studie identifiziert gefährdete Branchen

Um zu bewerten, welche Konsumgüterbranchen am stärksten von KI-gestützten Technologien wie Sprachassistenten oder großen Sprachmodellen betroffen sein könnten, haben BCG und Moloco den Consumer AI Disruption Index entwickelt. Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von 238 Führungskräften aus dem Marketing sowie auf Daten von über 3.200 Apps mit mehr als 200 Milliarden Downloads. In die Analyse flossen unter anderem Kennzahlen zu Nutzerbindung, Akquisitionskosten und Kundenwert ein.

Besonders gefährdet seien laut Index die Sektoren Nachrichten, Reisen, Automobil-Marktplätze und Einzelhandel. Hier komprimiert KI den Entdeckungs- und Vergleichsprozess massiv. Branchen wie Finanzdienstleistungen, Streaming und soziale Netzwerke gelten dagegen als relativ sicher, da sie über starke Kundenbeziehungen und strukturelle Schutzmechanismen verfügen.

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Vier Archetypen der KI-Bereitschaft

Der Index ordnet die analysierten Branchen in vier Gruppen ein:
Breached – etwa Handel oder Nachrichtenportale – erleben bereits starken Druck und müssen dringend eigene KI-Lösungen integrieren.
Undefended – wie etwa Dating-Apps oder Spiele – haben schwache Kundenbindung und müssen in Personalisierung investieren.
Secured – z. B. Fintech oder Medienplattformen – verfügen über robuste Kundenbeziehungen und können KI vor allem zur Effizienzsteigerung nutzen.
Contested – wie Produktivitäts-Apps – stehen zwischen den Extremen, haben aber das Potenzial, KI aktiv mitzugestalten.

„Marken müssen jetzt ihre digitale Verteidigungslinie stärken“, sagt Giorgo Paizanis, BCG-Partner und Mitautor der Studie. Besonders entscheidend sei die Kontrolle über eigene Plattformen, etwa Apps, sowie eine engere Verzahnung mit den Kunden. Wer frühzeitig auf KI setze, könne den Wandel nicht nur überstehen, sondern zum Wettbewerbsvorteil nutzen.

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