Nach zwei wirtschaftlich schwierigen Jahren mit rückläufiger Leistung hat sich die deutsche Wirtschaft im 4. Quartal 2025 leicht erholt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. Wesentlichen Anteil daran hatten gestiegene Konsumausgaben sowohl von privater als auch öffentlicher Seite.
Damit geht ein insgesamt schwankungsreiches Jahr 2025 mit einem kleinen wirtschaftlichen Plus zu Ende. Über das gesamte Jahr hinweg ergab sich ein preisbereinigter Anstieg des BIP um 0,2 Prozent; preis- und kalenderbereinigt lag das Wachstum bei 0,3 Prozent. Diese Werte bestätigen die bereits Mitte Januar veröffentlichte erste Schätzung von Destatis.
Positive Impulse aus dem Konsum
Während der Außenhandel unter den globalen Unsicherheiten und Lieferkettenproblemen litt, war es vor allem die Inlandsnachfrage, die das BIP stützte. Der private Konsum konnte durch stabile Beschäftigung und moderate Preissteigerungen angekurbelt werden. Auch der Staat erhöhte seine Ausgaben – insbesondere für soziale Sicherung und Infrastruktur.
Im Vergleich zum 4. Quartal 2024 lag das BIP im 4. Quartal 2025 preisbereinigt um 0,6 Prozent höher. Kalenderbereinigt betrug das Wachstum nur 0,4 Prozent, da in diesem Zeitraum rund 0,7 Arbeitstage mehr zur Verfügung standen als im Vorjahr.
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Überarbeitung der Vorquartale bringt leichte Aufwärtskorrektur
Mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen erfolgte auch eine Revision der bisherigen Daten: Für das 1. und 2. Quartal 2025 wurden die preisbereinigten Wachstumsraten um jeweils 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Das 3. Quartal blieb unverändert. Die Korrekturen basieren auf aktualisierten statistischen Informationen, die nun in die Berechnungen eingeflossen sind.
Die Zahlen signalisieren eine mögliche Trendwende nach den Rückgängen der Vorjahre. Ob daraus ein nachhaltiger Aufschwung entsteht, wird sich jedoch erst mit den kommenden Quartalen zeigen.


