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Marley Spoon zieht nach Frankfurt – Neue Chancen für den Berliner Kochboxen-Versender

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Der Berliner Kochboxen-Versender Marley Spoon sorgt derzeit für Schlagzeilen, da er seinen Börsenstandort von Sydney nach Frankfurt verlegt. Die Wirtschaftswoche hat sich mit Fabian Siegel, dem Geschäftsführer von Marley Spoon, getroffen, um mehr über diesen Schritt und die Pläne des Unternehmens zu erfahren.

Im Interview erläuterte Siegel, dass der Wechsel nach Frankfurt vor allem aufgrund des besseren Verständnisses des Geschäftsmodells durch den dortigen Kapitalmarkt erfolgt. Zudem seien in Frankfurt bereits ein Wettbewerber und eine große Investorenbasis vorhanden, was Marley Spoon nutzen möchte. In Sydney hingegen sei das Unternehmen eher ein Exot gewesen, da der Kapitalmarkt dort weniger auf E-Commerce spezialisiert sei.

Eine weitere interessante Entwicklung war die jüngste Kapitalrunde von Marley Spoon, bei der die Berliner Risikokapitalfirma 468Capital die Mehrheit übernahm. Dies führte zu einer Bewertung des Unternehmens von knapp 26 Millionen Euro, obwohl Marley Spoon im vergangenen Jahr einen Umsatz von 400 Millionen Euro erzielte. Siegel erklärte, dass die Bewertungen am Kapitalmarkt insgesamt gesunken seien und dass dies nicht nur Marley Spoon betreffe, sondern auch andere Unternehmen wie HelloFresh und Zalando.

Auf die Frage, warum Marley Spoon einen sogenannten SPAC (Special Purpose Acquisition Company) benötigte, obwohl das Unternehmen bereits seit fünf Jahren börsennotiert ist, antwortete Siegel, dass es sich eigentlich nicht um einen klassischen SPAC handle, sondern um ein Listing. Für Marley Spoon sei dies ein cleveres Vehikel gewesen, um das Listing von Sydney nach Frankfurt einfach und kosteneffizient durchzuführen.

Hinsichtlich der Zukunftsaussichten betonte Siegel, dass die aktuelle Bewertung des Unternehmens für Investoren eine attraktive Chance darstelle. Trotz der Herausforderungen auf dem Markt sei Marley Spoon auf dem Weg zur Profitabilität und verzeichne positive operative Ergebnisse in allen Regionen.

Abschließend sprach Siegel über den Wettbewerb mit HelloFresh, der 19-mal größer ist als Marley Spoon. Er betonte jedoch, dass Marley Spoon wichtige Differenzierungspunkte habe, wie die Möglichkeit für Kunden, ihre Rezepte selbst auszuwählen, und die Einführung einer Budget-Marke, um die Zielgruppe zu erweitern. Siegel zeigte sich zuversichtlich, dass der Markt groß genug sei, um Platz für zwei globale Anbieter von Kochboxen zu bieten.

Marley Spoon hat mit seinem Umzug nach Frankfurt und der strategischen Ausrichtung auf Profitabilität und Differenzierungskraft klare Pläne für die Zukunft. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Unternehmen gegenüber seinen Wettbewerbern behaupten wird und welche neuen Entwicklungen die Kochboxen-Branche noch bringen wird.

Quelle: https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/hellofresh-wettbewerber-marley-spoon-fuer-investoren-ist-die-aktuelle-bewertung-eine-chance/29250028.html

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