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Pilotprojekt: Mars und REWE elektrifizieren gemeinsame Lieferkette

E LKWs von Mars und REWE
Foto: Mars GmbH

Key takeaways

Mars und REWE testen erstmals eine vollständig elektrifizierte Lieferkette. 47 E-Lkw transportieren Waren von der Produktion bis in die Märkte. Das Pilotprojekt zeigt: Elektromobilität ist nicht nur klimafreundlich, sondern zunehmend auch wirtschaftlich attraktiv.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Lebensmittelhersteller Mars und der Handelskonzern REWE treiben die Dekarbonisierung der Transportlogistik voran. In einem gemeinsamen Pilotprojekt haben beide Unternehmen erstmals einen durchgängigen, grenzüberschreitenden Transportkorridor vollständig elektrifiziert – von der Produktion bis in die Filialen.

Erster durchgängiger E-Transportkorridor

Im Rahmen des Projekts werden Produkte aus verschiedenen Mars-Geschäftsbereichen – darunter Snacks, Tiernahrung und Lebensmittel – entlang der gesamten Lieferkette elektrisch transportiert. Die Strecke reicht von Produktionsstandorten in den Niederlanden und Deutschland über Logistikzentren bis in mehr als 300 REWE-Märkte.

Damit geht das Projekt über bisherige Ansätze hinaus, bei denen lediglich einzelne Teilstrecken elektrifiziert waren.

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Großprojekt mit messbaren Effekten

Insgesamt kommen im gemeinsamen Netzwerk laut Mars 47 batterieelektrische Lkw zum Einsatz. Diese haben bislang mehr als 2,4 Millionen Kilometer zurückgelegt. Dadurch konnten rund 750.000 Liter Diesel eingespart und knapp 2.600 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden.

Die Ergebnisse zeigen, dass elektrische Schwerlasttransporte bereits heute in der Praxis umsetzbar sind und relevante Beiträge zur Emissionsreduktion leisten können.

Vorteile im Betrieb und für Städte

Neben der CO₂-Einsparung bieten E-Lkw weitere Vorteile. Sie verursachen deutlich weniger Lärm als Diesel-Fahrzeuge, was insbesondere bei Lieferungen in urbanen Gebieten eine wichtige Rolle spielt. Gleichzeitig profitieren Fahrer von einem ruhigeren und dynamischeren Fahrverhalten.

Wirtschaftlichkeit rückt in den Fokus

Nach Angaben der Projektpartner ist der Einsatz elektrischer Lkw nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern zunehmend auch wirtschaftlich attraktiv. Steigende und volatile Dieselpreise stehen stabileren Stromkosten gegenüber. In vielen Fällen seien E-Lkw bereits heute im Betrieb günstiger als konventionelle Fahrzeuge.

Optimierte Routenplanung könne diesen Kostenvorteil zusätzlich verstärken und dazu beitragen, die höheren Anschaffungskosten schneller zu amortisieren.

Modell für zukünftige Logistiknetzwerke

Das Pilotprojekt liefert wichtige Erkenntnisse für eine mögliche Skalierung. Ziel ist es, weitere Transportkorridore zu elektrifizieren und die Ergebnisse auf andere Regionen und Märkte zu übertragen.

Die Partner sehen in der engen Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette einen entscheidenden Faktor für den Erfolg. Gleichzeitig sollen die gewonnenen Erfahrungen helfen, bestehende Herausforderungen zu identifizieren und Lösungen für einen breiteren Einsatz zu entwickeln.

Beitrag zu resilienteren Lieferketten

Neben den Umweltaspekten soll die Elektrifizierung auch die Stabilität der Lieferketten verbessern. Ein resilient aufgebautes Netzwerk kann dazu beitragen, Kosten zu optimieren, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Servicequalität langfristig zu sichern.

Das Projekt gilt damit als möglicher Vorreiter für die Transformation der Transportlogistik in der Konsumgüterbranche.

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