Mastercard hat im dritten Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 9,8 Milliarden US-Dollar erzielt und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg um 18 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar, während der verwässerte Gewinn je Aktie um 22 Prozent auf 5,28 Dollar zulegte.
Der US-Zahlungsdienstleister profitierte von steigenden Transaktionsvolumina und einer starken Nachfrage nach zusätzlichen Dienstleistungen. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 16 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Die operative Marge verbesserte sich von 58,8 auf 59,8 Prozent.
Zahlungsvolumen erreicht drei Billionen Dollar
Das über Mastercard-Karten abgewickelte Bruttovolumen stieg im dritten Quartal auf rund drei Billionen Dollar. Auf Basis lokaler Währungen entspricht dies einem Wachstum von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders dynamisch entwickelten sich internationale Zahlungen. Das grenzüberschreitende Transaktionsvolumen erhöhte sich wechselkursbereinigt um 11 Prozent, während die Zahl der über das Mastercard-Netzwerk verarbeiteten Transaktionen um 9 Prozent zunahm.
Das eigentliche Zahlungsnetzwerk steigerte seine Nettoerlöse um 11 Prozent. Neben höheren Transaktionsvolumina trugen auch Preisanpassungen zum Wachstum bei.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Zusatzdienstleistungen wachsen um 19 Prozent
Noch stärker entwickelte sich das Geschäft mit ergänzenden Dienstleistungen und Lösungen. Die entsprechenden Nettoerlöse legten gegenüber dem Vorjahresquartal um 19 Prozent zu.
Mastercard profitiert dabei nach eigenen Angaben von einer hohen Nachfrage nach seinen Serviceangeboten und einer positiven Preisentwicklung. Das Unternehmen erweitert sein Geschäftsmodell damit über die klassische Verarbeitung von Kartenzahlungen hinaus.
Konzernchef Michael Miebach verwies insbesondere auf neue Technologien für KI-gestützte Einkaufsvorgänge und internationale Geldtransfers. Mit sogenannten Agentic-Commerce-Lösungen und der über BVNK entwickelten Global Money Platform will Mastercard zusätzliche Anwendungsbereiche erschließen.
Europa verzeichnet zweistelliges Wachstum beim Einkaufsvolumen
In Europa erreichte das Bruttovolumen der Mastercard-Karten rund 1,06 Billionen Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht dies einem währungsbereinigten Zuwachs von 8,3 Prozent.
Das reine Einkaufsvolumen stieg in Europa um 10,3 Prozent, während die Zahl der Einkaufstransaktionen um 9 Prozent zunahm. Damit entwickelte sich das europäische Kartengeschäft beim Einkaufsvolumen dynamischer als der weltweite Durchschnitt von 8,9 Prozent.
Besonders hohe Wachstumsraten verzeichnete Mastercard in Lateinamerika. Dort erhöhte sich das Einkaufsvolumen auf lokaler Währungsbasis um 16,1 Prozent. In den USA betrug das entsprechende Wachstum 6,7 Prozent.
Gewinn steigt stärker als Umsatz
Die operativen Aufwendungen erhöhten sich im dritten Quartal um 11 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar. Da die Erlöse schneller wuchsen, konnte Mastercard seine Profitabilität weiter verbessern.
Bereinigt um Sondereffekte erreichte der Nettogewinn 4,7 Milliarden Dollar und lag damit 17 Prozent über dem Vorjahreswert. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 21 Prozent auf 5,31 Dollar.
Zusätzlich wirkte sich eine niedrigere Steuerquote positiv auf das Ergebnis aus. Sie sank von 21,5 Prozent im Vorjahresquartal auf 19,4 Prozent.
Neunmonatsumsatz erreicht 27,5 Milliarden Dollar
In den ersten neun Monaten 2026 erwirtschaftete Mastercard einen Nettoumsatz von 27,5 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 15 Prozent beziehungsweise 13 Prozent auf währungsbereinigter Basis.
Der Nettogewinn erhöhte sich im selben Zeitraum um 18 Prozent auf 12,9 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis stieg um 17 Prozent auf 16,4 Milliarden Dollar.
Im dritten Quartal kaufte Mastercard eigene Aktien für drei Milliarden Dollar zurück und schüttete Dividenden in Höhe von 763 Millionen Dollar aus. Zum 30. September waren weltweit rund 3,8 Milliarden Karten der Marken Mastercard und Maestro ausgegeben.
Die Ergebnisse zeigen, dass Mastercard weiterhin von zunehmenden digitalen Zahlungen und internationalen Transaktionen profitiert. Zusätzliche Wachstumsimpulse kommen aus Dienstleistungen und neuen Zahlungsanwendungen, während die operative Marge auf hohem Niveau bleibt.





