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Nestlé beschleunigt Innovation mit KI: Verpackung und Vermarktung im Fokus

Logo am Nestle Headquarter
Nestlé Headquarters in Vevey / Foto: Nestlé

Key takeaways

Nestlé nutzt künstliche Intelligenz für zwei zentrale Innovationsfelder: nachhaltige Verpackungsmaterialien und skalierbare Content-Erstellung mit digitalen Produkt-Zwillingen. In Kooperation mit IBM, NVIDIA und Accenture entstehen Tools, die Forschung, Marketing und Produktion effizienter und zukunftsfähiger machen sollen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Nestlé setzt konsequent auf künstliche Intelligenz, um die Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen und digitaler Produktkommunikation zu beschleunigen. In Zusammenarbeit mit IBM Research und Technologiepartnern wie NVIDIA und Accenture entsteht ein umfassender KI-getriebener Innovationsansatz, der sowohl Forschung als auch Marketing neu definiert.

Neue Verpackung durch KI-gestützte Materialforschung

Im Bereich Verpackung entwickelt Nestlé gemeinsam mit IBM ein generatives KI-Tool, das neue Hochbarriere-Materialien identifizieren kann. Die Verpackung von Lebensmitteln ist nicht nur für Schutz und Qualität essenziell, sondern auch für die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung. Um funktionale Materialien zu finden, die zugleich recyclingfähig und kosteneffizient sind, braucht es häufig jahrelange Forschung.

Die neue KI-Lösung analysiert mit einem speziell trainierten Sprachmodell chemische und physikalische Eigenschaften tausender Materialien aus öffentlichen und unternehmenseigenen Quellen. Mithilfe des „Regression Transformers“ von IBM lässt sich ein Zusammenhang zwischen molekularen Strukturen und gewünschten Materialeigenschaften erkennen. So können neue Verpackungsmaterialien vorgeschlagen werden, die gegen Feuchtigkeit, Temperatur und Sauerstoff schützen – zentrale Kriterien für empfindliche Produkte.

Nestlé will diese Technologie künftig nutzen, um Verpackungslösungen schneller und zielgerichteter zu entwickeln. Dabei bleiben Nachhaltigkeit und Sicherheit zentrale Anforderungen. CTO Stefan Palzer betont die strategische Bedeutung solcher Tools für die digitale Transformation im Konzern.

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Digitale Zwillinge verändern das Marketing

Auch im Marketing setzt Nestlé auf künstliche Intelligenz – mit sogenannten digitalen Zwillingen. Die neuen 3D-Repliken realer Produkte, entwickelt auf Basis von NVIDIA Omniverse und OpenUSD, erlauben eine flexible und skalierbare Content-Produktion für digitale Kanäle. Verpackungsdesigns lassen sich nun digital anpassen, um verschiedene Märkte, Jahreszeiten oder Plattformformate zu bedienen – ganz ohne neue Fotoshootings.

Über 4.000 Produkte sind laut Medieninformationen bereits als digitale Zwillinge verfügbar. Bis 2027 sollen es rund 10.000 sein. Die Zeit- und Kostenersparnis liegt laut Nestlé bei über 70 Prozent. Unterstützt von Accenture Song und gehostet auf Microsoft-Systemen, steht das Tool unternehmensweit zur Verfügung – von globalen Marketingzentren bis hin zu lokalen Content-Studios.

Besonders relevant ist der Ansatz für Marken wie Purina, Nespresso oder Nescafé Dolce Gusto, die eine starke Präsenz in sozialen Medien und Online-Shops pflegen. Da Kampagnen heute oft sechs oder mehr unterschiedliche Werbeformate benötigen, bietet der digitale Zwilling eine skalierbare Lösung für gleichbleibend hochwertige Inhalte.

KI als Motor der digitalen Transformation

Die aktuellen Projekte sind Teil einer breiteren Strategie: Nestlé will seine digitale Transformation nicht nur im Bereich Forschung und Entwicklung, sondern auch im Konsumentenkontakt beschleunigen. Personalisierte Ernährungslösungen, digitale Zwillinge von Produktionsanlagen und KI-gestützte Rezeptentwicklung sind nur einige Beispiele für diesen Wandel.

Mit dem Aufbau eines neuen Deep-Tech-Zentrums für Forschung und Entwicklung setzt Nestlé ein klares Signal: Die Zukunft des Unternehmens ist digital, vernetzt und datenbasiert. Das Zentrum soll Sensorik, Robotik, virtuelle Realität und Hochleistungs-KI vereinen – Technologien, die künftig Effizienz, Nachhaltigkeit und Innovation vereinen sollen.

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