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Social Commerce floppt trotz Hype: Jede zweite Person bricht ab

Social Commerce Influencer vor der Cam
Foto: MART PRODUCTION / Pexels

Key takeaways

Laut Simon-Kucher bricht jede zweite Person den Kauf von Modeartikeln über Social Media ab. Gründe sind fehlende Produktinfos, Datenschutzbedenken und keine Direktkauffunktion. Obwohl Instagram und TikTok inspirieren, bleiben Händler hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Social Media inspiriert, verkauft aber nicht – zumindest nicht zuverlässig. Laut der aktuellen Fashion-App-Studie von Simon-Kucher bleibt der kommerzielle Durchbruch von Social Commerce im Modebereich bislang aus. Rund die Hälfte der Nutzer, die sich in sozialen Netzwerken für Mode oder Sportartikel interessieren, bricht den Kauf ab. Zu den häufigsten Gründen zählen fehlende Produktinformationen (35 %), Datenschutzbedenken (31 %) sowie das Fehlen einer Direktkauffunktion (15 %).

Kaufhürden schrecken Konsumenten ab

Die Erwartungen an ein reibungsloses Einkaufserlebnis auf Social Media sind hoch – und werden bislang selten erfüllt. „Die Kaufhürden sind zu hoch“, erklärt Markus Goller, Partner bei Simon-Kucher. Händler müssten Informationen transparenter darstellen, Datenschutzbedenken ernst nehmen und Direktkaufmöglichkeiten einbauen. Denn obwohl die Nutzer durchaus offen sind für Modekäufe auf Plattformen wie Instagram und TikTok, brechen viele ab, bevor es zur Conversion kommt.

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Spontane Käufe und neue Stile – wenn es funktioniert

Trotz hoher Abbruchrate zeigen die Zahlen das grundsätzliche Potenzial: 20 % der Befragten kaufen durch Social Media häufiger Modeartikel, 25 % lassen sich zu Spontankäufen verleiten, ein Viertel entdeckt über soziale Netzwerke neue Marken und Stile. „Social Media hat sich zur zentralen Inspirationsquelle entwickelt – es fehlt nur der letzte Schritt zum Kauf“, so Goller.

Instagram und TikTok dominieren den Social Commerce

Die meistgenutzten Plattformen für Fashion-Shopping sind Instagram (54 %) und TikTok (51 %), mit großem Abstand gefolgt von YouTube (36 %) und Pinterest (27 %). Diese Unterschiede erfordern laut Simon-Kucher eine differenzierte Ansprache je Kanal. „Eine pauschale Marketingstrategie funktioniert nicht mehr“, betont Markus Kröll, Senior Director bei Simon-Kucher.

Studie zeigt Handlungsbedarf

Die bereits im März 2025 durchgeführte repräsentative Umfrage unter 1.000 Konsumenten in Deutschland unterstreicht den Bedarf nach plattformgerechter Optimierung. Social Commerce ist kein Selbstläufer – aber mit klaren strategischen Anpassungen eine Chance für Händler, verlorenes Umsatzpotenzial zurückzugewinnen.

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