PayPal hat im Geschäftsjahr 2025 zwar solide Kennzahlen vorgelegt, bleibt jedoch unter den Erwartungen der Investoren. Die Umsätze stiegen im Gesamtjahr um vier Prozent auf 33,2 Milliarden US-Dollar (rund 30,7 Milliarden Euro), das Transaktionsvolumen kletterte auf 1,79 Billionen US-Dollar (rund 1,66 Billionen Euro). Dennoch blieb die Entwicklung der margenstärkeren Marken-Checkout-Angebote hinter den Erwartungen zurück, was PayPal nun zum Handeln zwingt.
Führungswechsel soll neue Impulse setzen
Der bisherige CEO Alex Chriss wird das Unternehmen verlassen. Ihm folgt ab dem 1. März Enrique Lores, derzeit CEO von HP. Interimistisch übernimmt CFO Jamie Miller die Führung. Der Aufsichtsratsvorsitzende David Dorman begründete die Entscheidung mit unzureichender Umsetzungsgeschwindigkeit und verlangsamtem Fortschritt im Kerngeschäft.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Wachstum, aber unter Druck
Im vierten Quartal 2025 erwirtschaftete PayPal 8,7 Milliarden US-Dollar Umsatz – ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das operative Ergebnis stieg auf 1,5 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn pro Aktie um 38 Prozent auf 1,53 US-Dollar kletterte. Dennoch enttäuschten sowohl Umsatz als auch Ergebnis die Analystenerwartungen, was den Aktienkurs deutlich unter Druck setzte.
Während das gesamte Zahlungsvolumen um neun Prozent auf 475 Milliarden US-Dollar (rund 441 Milliarden Euro) wuchs, fiel das Wachstum im für PayPal zentralen Bereich „branded checkout“ auf nur ein Prozent. Die Zahl aktiver Konten stieg leicht auf 439 Millionen. Für das laufende Jahr prognostiziert das Unternehmen nur eine stabile bis leicht rückläufige Gewinnentwicklung.
Dividendeneinführung und Aktienrückkäufe
Erstmals in seiner Unternehmensgeschichte kündigte PayPal eine Dividende an: 0,14 US-Dollar pro Aktie sollen am 25. März 2026 ausgeschüttet werden. Zudem wurden im Jahr 2025 Aktien im Wert von sechs Milliarden US-Dollar zurückgekauft – ein Signal an die Märkte, dass man trotz der Herausforderungen an die eigene Substanz glaubt.


