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Planethic startet Insolvenz in Eigenverwaltung und sichert Finanzierung

Zwei Riegel von Veganz
Foto: Planethic Group AG

Key takeaways

➟ Die ehemalige Veganz-Gruppe treibt ihren Umbau zur Beteiligungsholding im Insolvenzverfahren voran. CEO und Gründer sichern die Finanzierung, während Management und Kostenstruktur weiter verschlankt und das Verfahren bis Jahresende beendet werden sollen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Planethic Group AG, vormals Veganz Group AG, die erst im September 2025 noch eine Akquisition getätigt hatte, befindet sich offiziell im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Wie das Unternehmen heute mitteilt, eröffnete das Amtsgericht Potsdam das Verfahren bereits am 25. August 2026. Gleichzeitig hat das Unternehmen die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs und des Verfahrens gesichert.

CEO Sascha Voigt und Gründer Jan Bredack stellen dafür die notwendigen Mittel bereit. Der Vorstand bleibt damit grundsätzlich verfügungsbefugt, wird im Verfahren jedoch von einem Sachwalter überwacht. Der Geschäftsbetrieb soll während der Restrukturierung fortgeführt werden.

Umbau zur Beteiligungsholding weitgehend abgeschlossen

Planethic, zu dem die Marken Veganz, Happy Cheeze und Millik gehören, setzt den Ende 2025 begonnenen Restrukturierungskurs fort. Personal- und Fixkosten wurden nach Unternehmensangaben deutlich reduziert, während der Wandel vom operativ geführten Lebensmittelunternehmen zu einer reinen Beteiligungsholding weitgehend abgeschlossen ist.

Künftig soll sich die Gesellschaft stärker auf Finanzierung und Weiterentwicklung ihrer Beteiligungen konzentrieren. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Mililk und Peas on Earth. Die dauerhaft niedrigere Kostenbasis soll an die schlankere Holdingstruktur angepasst werden.

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CEO und Gründer sichern laufende Finanzierung

Die Finanzierung des Geschäftsbetriebs und der Verfahrenskosten übernehmen Sascha Voigt und Jan Bredack. Damit soll die Liquidität während des Eigenverwaltungsverfahrens gewährleistet werden.

Zum Sachwalter bestellte das Amtsgericht Prof. Dr. Torsten Martini von GÖRG Insolvenzverwaltung. Zusätzlich wurde ein Gläubigerausschuss eingesetzt, der das Verfahren und die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen begleitet. Planethic wird bei der Eigenverwaltung von Rödl beraten.

Sascha Voigt führt Vorstand künftig allein

Parallel zur Restrukturierung hat sich die Führung des Unternehmens verändert. Der Aufsichtsrat widerrief die Bestellung von Anja Brachmüller als Vorstandsmitglied mit sofortiger Wirkung und beendete ihren Vorstandsvertrag außerordentlich.

Damit besteht der Vorstand nur noch aus Sascha Voigt als CEO und Alleinvorstand. Eine Nachbesetzung ist nicht vorgesehen. Weitere Angaben zu den Hintergründen macht Planethic mit Verweis auf Persönlichkeitsrechte und mögliche rechtliche Auseinandersetzungen nicht.

Verfahren soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein

Das Management strebt an, das Insolvenzverfahren und die Transformation zur Beteiligungsholding bis Ende 2026 abzuschließen. Voraussetzung dafür sind unter anderem die Zustimmung der Gläubiger und die gerichtliche Bestätigung.

Auch bei den Immobilienkosten hat Planethic Maßnahmen umgesetzt und Teile der Flächen in Ludwigsfelde an einen neuen Mieter übertragen. Die bisherige Geschäftsadresse bleibt bestehen.

CEO Sascha Voigt sieht die wesentlichen strukturellen Voraussetzungen für die künftige Ausrichtung inzwischen geschaffen. Neben der Entwicklung der Beteiligungen soll auch die Kaufpreiszahlung aus der OrbiFarm-Beteiligung einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung leisten.

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