Apple hat am Freitag, den 23. Oktober 2026, mit dem weltweiten Verkauf seines ersten faltbaren iPhones begonnen. Das langersehnte iPhone Duo kostet in Deutschland mindestens 2.299 Euro und richtet sich damit an das obere Premiumsegment. Zum Marktstart war das Gerät in mehr als 60 Ländern und Regionen erhältlich, darunter Deutschland, China und natürlich im Heimatmarkt USA.
Vor zahlreichen Apple Stores versammelten sich interessierte Kunden, um das neue Smartphone erstmals auszuprobieren oder direkt zu kaufen. Der Verkaufsstart markiert für Apple den Einstieg in eine Produktkategorie, in der insbesondere Samsung und Huawei bereits seit mehreren Jahren vertreten sind.
Verkaufsstart in internationalen Apple Stores
Apple begleitete die Einführung mit Veranstaltungen und Produktdemonstrationen in wichtigen Absatzmärkten. In Shanghai bildeten sich Warteschlangen, während neben dem neuen Apple-CEO John Ternus auch weitere Mitglieder der Unternehmensführung unter anderem in Austin und New York Kunden begrüßten.
Nach Beobachtungen der Nachrichtenagentur Reuters fiel der Andrang trotz hoher Nachfrage an einigen Standorten geringer aus als bei früheren großen iPhone-Premieren. Vorbestellungen, begrenzte Warenbestände und Verkaufsbeschränkungen beeinflussten dabei die Zahl der spontanen Ladenkäufe.
Für Apple bleiben die stationären Geschäfte ein wichtiger Bestandteil der Produkteinführung. Gerade bei einem neuen Geräteformat können Kunden die Funktionsweise unmittelbar erleben und sich über die Unterschiede zu klassischen Smartphones informieren.
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Zwei Displays und neuer A20-Pro-Prozessor
Das iPhone Duo kombiniert ein 5,4 Zoll großes Außendisplay mit einem faltbaren 7,6-Zoll-Innenbildschirm. Im geschlossenen Zustand lässt sich das Gerät wie ein kompaktes Smartphone verwenden, während die größere Anzeigefläche zusätzliche Möglichkeiten für Anwendungen und parallele Arbeitsabläufe bietet.
Für die Rechenleistung sorgt Apples A20-Pro-Chip. Das Betriebssystem iOS 27.1 wurde an die Besonderheiten des faltbaren Displays angepasst und unterstützt entsprechende Multitasking-Funktionen.
Auch bei Fotoaufnahmen eröffnet die Konstruktion zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten. So kann das äußere Display beispielsweise als Vorschau dienen, während die Kamera auf der gegenüberliegenden Geräteseite verwendet wird.
Besondere technische Anforderungen entstehen durch das Scharnier und den flexiblen Bildschirm. Beide Komponenten sind entscheidend dafür, wie zuverlässig das Smartphone im langfristigen Gebrauch funktioniert.
Einstiegspreis liegt bei 2.299 Euro
In Deutschland beginnt der Verkaufspreis des iPhone Duo bei 2.299 Euro für die Variante mit 256 GB Speicher. Weitere Ausführungen werden mit 512 GB, 1 TB und 2 TB angeboten, während das Basismodell in den USA 1.999 US-Dollar kostet.
Damit positioniert Apple sein erstes faltbares Smartphone deutlich oberhalb vieler herkömmlicher Premiumgeräte. Das Unternehmen setzt auf Käufer, die für ein neues Displaykonzept und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten einen erheblichen Aufpreis akzeptieren.
Wirtschaftlich eröffnet die Produktkategorie die Möglichkeit, den durchschnittlichen Verkaufspreis der iPhone-Familie zu erhöhen. Ob das Gerät über besonders technikinteressierte Erstkäufer hinaus eine größere Zielgruppe erreicht, bleibt abzuwarten.
Vorbestellungen führen zu langen Lieferzeiten
Bereits vor dem Verkaufsstart zeichnete sich ein hohes Interesse am neuen Modell ab. Die Vorbestellphase begann am 16. Oktober, wobei sich die angezeigten Liefertermine einzelner Konfigurationen laut Reuters teilweise bis Ende Januar 2027 verschoben.
Lange Wartezeiten können sowohl auf eine hohe Nachfrage als auch auf begrenzte Produktionsmengen zurückzuführen sein. Deshalb lassen sich aus den Lieferterminen allein keine verlässlichen Rückschlüsse auf die tatsächlichen Verkaufszahlen ziehen.
Apple begrenzte Vorbestellungen auf zwei Geräte pro Kunde und steuerte in mehreren Märkten auch die Verfügbarkeit für spontane Käufe. Nach dem Verkaufsstart in mehr als 60 Ländern sollen am 30. Oktober weitere 28 Märkte folgen.
Apple Stores übernehmen wichtige Beratungsfunktion
Mit dem faltbaren iPhone gewinnt die persönliche Produktvorführung an Bedeutung. Kunden können im Geschäft den Klappmechanismus testen, die Bildschirmgrößen vergleichen und die angepasste Bedienung kennenlernen.
Apple ergänzt diese Demonstrationen durch Unterstützung bei der Einrichtung, Datenübertragung und Finanzierung. In den USA stehen dafür unter anderem Trade-in-Angebote und verschiedene Zahlungsmodelle zur Verfügung.
Zusätzliche Schulungen im Rahmen von „Today at Apple“ sollen den Umgang mit dem neuen Format erleichtern. Die Geschäfte dienen damit nicht nur als Verkaufsstellen, sondern auch als Anlaufpunkte für Beratung und Service.
IDC erwartet hohen Marktanteil für Apple
Mit dem iPhone Duo tritt Apple gegen etablierte Anbieter faltbarer Smartphones an. Samsung verfügt mit seiner Galaxy-Z-Serie bereits über ein breites Angebot, während Huawei insbesondere auf dem chinesischen Markt eine wichtige Rolle spielt.
Nach einer von Reuters veröffentlichten IDC-Prognose könnte Apple 2026 rund 31 Prozent der weltweit verkauften faltbaren Smartphones erreichen. Bezogen auf den Umsatzwert des Segments erwarten die Marktforscher sogar einen Anteil von etwa 44 Prozent.
Diese Werte sind Prognosen und keine bereits erzielten Marktanteile. Sollten sie eintreffen, würde Apple innerhalb kurzer Zeit zu einem der wirtschaftlich bedeutendsten Anbieter dieser Geräteklasse aufsteigen.
Faltbares iPhone wird zum Test für Apples Premiumstrategie
Der Verkaufsstart fällt in die frühe Amtszeit von John Ternus, der im September 2026 die Konzernführung übernommen hat. Das iPhone Duo gehört damit zu den ersten bedeutenden Produkteinführungen unter seiner Leitung.
Für Apple bietet das neue Format zusätzliche Möglichkeiten, bestehende Kunden zu einem Gerätewechsel zu bewegen und das hochpreisige Smartphone-Segment auszubauen. Gleichzeitig muss das Unternehmen den Mehrwert gegenüber klassischen iPhones überzeugend vermitteln.
Entscheidend für den langfristigen Erfolg werden neben der Nachfrage auch Produktionskapazitäten, Haltbarkeit und Softwareunterstützung sein. Erst die Entwicklung der kommenden Quartale wird zeigen, ob sich das faltbare iPhone dauerhaft als zusätzliche Produktkategorie etabliert.


