Apple hat gestern eine neue Generation des iPad mini vorgestellt. Das kompakte Tablet erhält erstmals ein OLED-Display, den A20-Pro-Prozessor und zusätzliche KI-Funktionen. Der Einstiegspreis steigt in Europa 749 Euro bzw. 699 Dollar in den USA.
Vorbestellungen beginnen laut Apple am 28. Oktober, der reguläre Verkauf startet am 6. November. Mit der technischen Aufwertung positioniert Apple sein kleinstes Tablet stärker im Premiumsegment.
OLED-Display wächst auf 8,5 Zoll
Das neue iPad mini verfügt über einen 8,5 Zoll großen Super-Retina-XDR-Bildschirm. Trotz größerer Displayfläche bleiben die Geräteabmessungen nahezu unverändert, da Apple die Bildschirmränder um 24 Prozent verkleinert hat.
Das OLED-Panel erreicht laut Hersteller bis zu 1.200 Nits Spitzenhelligkeit und ein Kontrastverhältnis von 2.000.000:1. Optional ist eine Nano-Textur-Oberfläche erhältlich, die störende Spiegelungen reduzieren soll.
Für den Elektronikhandel gehört die verbesserte Bildqualität zu den unmittelbar demonstrierbaren Neuerungen. Besonders bei Videos, Fotos und Leseanwendungen dürfte der Unterschied zum bisherigen LCD-Display sichtbar werden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
A20 Pro steigert Leistung für KI-Anwendungen
Im neuen Tablet arbeitet Apples A20-Pro-Chip auf Basis einer 2-Nanometer-Fertigungstechnologie. Die Mehrkernprozessorleistung soll gegenüber dem Vorgänger um bis zu 60 Prozent steigen.
Für die Grafikleistung nennt Apple eine bis zu 2,7-fache Beschleunigung. Bei KI-Anwendungen verspricht das Unternehmen sogar eine bis zu 4,5-fache Leistung.
Die verbesserte Rechenleistung soll anspruchsvollere Funktionen direkt auf dem Gerät ermöglichen. Unabhängige Tests müssen allerdings noch zeigen, welche Vorteile im praktischen Einsatz entstehen.
Siri AI und Apple Intelligence werden erweitert
Mit iPadOS 27 erhält das iPad mini zusätzliche Funktionen von Apple Intelligence. Dazu gehört eine neue Siri-Version, die persönliche Zusammenhänge und Bildschirminhalte besser berücksichtigen soll.
Auch die Bildbearbeitung wird ausgebaut. Safari soll mit „Notify Me“ außerdem Preisänderungen und die erneute Verfügbarkeit ausverkaufter Produkte erkennen können.
Für den Onlinehandel könnte diese Funktion die Transparenz bei Preisen und Warenbeständen erhöhen. Apple kombiniert lokale KI-Verarbeitung mit seiner Cloud-Infrastruktur für komplexere Anfragen.
Dünneres Gehäuse und erstmals IP67-Schutz
Das neue iPad mini ist 5,4 Millimeter dünn und wird in Midnight sowie Starlight angeboten. Erstmals verfügt die Baureihe über eine IP67-Zertifizierung gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen.
Zur Ausstattung gehören zwei 12-Megapixel-Kameras, darunter eine Frontkamera mit Center Stage an der längeren Geräteseite. Die Hauptkamera unterstützt 4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde.
Hinzu kommen Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread über Apples N1-Chip. Mobilfunkvarianten erhalten das C2-Modem, das laut Hersteller höhere Datenraten ermöglicht.
Preise beginnen bei 699 US-Dollar
Die Wi-Fi-Version startet in den USA bei 699 Dollar, das Mobilfunkmodell bei 849 Dollar. Angeboten werden Speichervarianten mit 128, 256 und 512 GB.
Die deutschen Verkaufspreise wurden in der vorliegenden Ankündigung nicht genannt. Mit der höheren Einstiegshürde richtet sich das Tablet stärker an Kunden, die Wert auf Displayqualität, Mobilität und Leistung legen.
Apple Pencil und Zubehör ergänzen das Angebot
Das neue Smart Folio aus TechWoven-Material kostet 79 Dollar. Unterstützt werden außerdem der Apple Pencil Pro für 129 Dollar und der USB-C-Pencil für 79 Dollar.
Für Händler entstehen damit zusätzliche Möglichkeiten im Zubehörgeschäft. Besonders bei beruflicher Nutzung können Eingabestifte und Schutzhüllen den durchschnittlichen Warenkorbwert erhöhen.
Apple nennt zudem einen Recyclingmaterialanteil von 35 Prozent. Das Aluminiumgehäuse besteht nach Herstellerangaben vollständig aus wiederverwertetem Material.
Verkaufsstart fällt ins Weihnachtsgeschäft
Mit dem neuen iPad mini setzt Apple auf eine Kombination aus hochwertiger Displaytechnik, KI-Funktionen und verbesserter Widerstandsfähigkeit. Die Ausstattung soll sowohl Privatkunden als auch professionelle Anwender ansprechen.
Der Marktstart Anfang November fällt in die wichtige Phase des Jahresendgeschäfts. Ob die Neuerungen trotz des höheren Preises zusätzliche Nachfrage auslösen, wird sich erst nach Verkaufsbeginn zeigen.


