Ralph Lauren hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 die Erwartungen deutlich übertroffen und zugleich seinen Jahresausblick angehoben. Der Umsatz stieg laut Quartalsbericht um 12 % auf 2,4 Milliarden US-Dollar (rund 2,2 Mrd. Euro) und legte währungsbereinigt um 10 % zu. Verantwortlich für die gute Entwicklung war ein breit abgestützter Nachfrageanstieg über alle Regionen hinweg, insbesondere im Direktvertrieb.
Direktvertrieb und Asien als Wachstumstreiber
Die globalen Direktvertriebsumsätze stiegen im hohen einstelligen Prozentbereich, sowohl in den stationären Stores als auch online. Auch das Wholesale-Geschäft legte im zweistelligen Prozentbereich zu. Besonders stark war die Entwicklung in Asien, wo Ralph Lauren 22 % mehr Umsatz verzeichnete – in China allein über 30 %. In Europa lag das Plus bei 12 %, währungsbereinigt bei 4 %. Nordamerika erzielte ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich, getragen von Zuwächsen im Einzel- und Großhandel.
Die operative Marge verbesserte sich auf bereinigter Basis um 220 Basispunkte auf 20,9 %. Die Bruttomarge lag bei 69,9 % – getrieben durch höhere durchschnittliche Verkaufspreise und weniger Rabatte. Dank effizientem Kostenmanagement und vorteilhafter Produktmixentwicklung konnten gestiegene Marketingausgaben und US-Zölle kompensiert werden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Investitionen, Markenstrategie und Ausblick
Das Unternehmen setzte seine Markenausrichtung strategisch fort: In der Holiday-Kollektion wurden Themen wie die amerikanische Natur und familiäre Bindung aufgegriffen. Zudem wurden weltweit Erlebnisevents und kulturelle Kampagnen wie Singles’ Day-Aktivierungen oder die Pink Pony-Kollektion umgesetzt. Auch das Künstlerprogramm „Polo Ralph Lauren x TÓPA“ sowie die Präsentation der Olympia-Uniformen für Mailand 2026 stärkten die Markenwahrnehmung.
Im dritten Quartal wurden weltweit 32 neue Stores eröffnet – unter anderem in Chengdu, Sydney, Bangkok, London und Neu-Delhi. Insgesamt gewann Ralph Lauren 2,1 Millionen neue Kunden im Direktvertrieb hinzu.
Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich (zuvor: 5–7 %) sowie mit einer operativen Margensteigerung um 100 bis 140 Basispunkte in konstanter Währung. Der Konzern sieht sich trotz makroökonomischer Unsicherheiten gut positioniert, weiteres profitables Wachstum zu erzielen.


