e.l.f. Beauty hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem bemerkenswerten Umsatzplus von 38 Prozent überrascht. Der Kosmetikhersteller mit Sitz in Oakland, Kalifornien, erzielte im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2025 einen Umsatz von rund 489,5 Millionen US-Dollar (ca. 455 Mio. Euro), was vor allem auf ein starkes Wachstum im stationären Handel und im Onlinegeschäft zurückzuführen ist – sowohl in den USA als auch international.
Auch die Markenentwicklung spricht für sich: Die Hauptmarke e.l.f. Cosmetics legte um 130 Basispunkte bei den Marktanteilen zu. Besonders erfolgreich war zudem der Markteintritt der zugekauften Hautpflegemarke rhode in den britischen Sephora-Filialen.
Ergebnis trotz höherer Kosten stark verbessert
Trotz gestiegener Zollkosten und leicht rückläufiger Bruttomarge auf 71 Prozent konnte e.l.f. Beauty seine Profitabilität deutlich steigern. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 79 Prozent auf 123 Millionen US-Dollar (rund 114 Mio. Euro), was einem Anteil von 25 Prozent am Umsatz entspricht. Unterm Strich blieb ein Nettogewinn von 39,4 Millionen US-Dollar (ca. 36,6 Mio. Euro), bereinigt sogar 74,5 Millionen US-Dollar (rund 69 Mio. Euro).
Die Kosten für Marketing, Vertrieb und Verwaltung stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 61 Millionen US-Dollar, was auf höhere Investitionen in Werbung, Personal und Logistik zurückzuführen ist.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Optimistischer Ausblick für das Gesamtjahr
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hebt das Unternehmen seine Prognose deutlich an. Der Umsatz soll nun zwischen 1,6 und 1,612 Milliarden US-Dollar (ca. 1,49 bis 1,5 Mrd. Euro) liegen – statt wie bislang geplant bei maximal 1,57 Milliarden. Auch das bereinigte EBITDA wird mit 323 bis 326 Millionen US-Dollar (rund 301 bis 304 Mio. Euro) höher erwartet. Damit unterstreicht e.l.f. Beauty seinen Anspruch, im Beautysegment zu den wachstumsstärksten Anbietern zu gehören.
Zum Quartalsende verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von rund 196,8 Millionen US-Dollar, allerdings auch über eine deutlich gestiegene langfristige Verschuldung von 816,7 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 154,1 Mio. USD). Dennoch bleibt das Management um CEO Tarang Amin zuversichtlich und betont die strategischen Vorteile aus innovativen Produkten, digitalem Marketing und einem zugänglichen Preis-Leistungs-Verhältnis.


