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Temu-Büro in Türkei von Wettbewerbsbehörde durchsucht

Temu App auf einem Smartphone
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Die türkische Wettbewerbsbehörde hat das Büro des Online-Händlers Temu in Istanbul durchsucht. Grund ist eine Vor-Ort-Prüfung im Rahmen kartellrechtlicher Bedenken. Bereits im Dezember war der Europa-Sitz in Dublin Ziel einer ähnlichen Maßnahme.

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Das türkische Büro des chinesischen Online-Händlers Temu ist am Mittwochmorgen von der Wettbewerbsbehörde durchsucht worden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters sowie mehrere türkische Medien. Wie sowohl die Behörde als auch ein Unternehmenssprecher bestätigten, handelt es sich um eine sogenannte Vor-Ort-Prüfung. Hintergrund sind offenbar regulatorische Bedenken im Zusammenhang mit staatlicher Unterstützung und unlauterem Wettbewerb – ähnlich wie bei einer Razzia am Temu-Hauptsitz in Dublin im Dezember 2025.

Während Temu mitteilte, vollumfänglich mit den türkischen Behörden zu kooperieren und erklärte, bei der Durchsuchung seien auch Laptops und Computer mitgenommen worden, widersprach die Wettbewerbsbehörde dieser Darstellung. Es seien keine Geräte beschlagnahmt worden, hieß es. Weitere Informationen könnten derzeit nicht veröffentlicht werden, um den Fortgang der laufenden Prüfung nicht zu gefährden.

Internationale Expansion mit Risiken

Temu gehört zum chinesischen E-Commerce-Konzern PDD Holdings und ist mit seinem aggressiven Geschäftsmodell international auf Expansionskurs. In der Türkei ist das Unternehmen laut Türkiye Today seit dem vergangenen Jahr mit einem eigenen Büro und Logistik-Hub in Istanbul vertreten. Wie der Konkurrent Shein verschickt Temu seine Waren direkt aus China an Endkunden in aller Welt – häufig unter Ausnutzung von Steuerfreigrenzen für geringwertige Sendungen. Dies ermöglicht besonders niedrige Preise, die dem Anbieter den Slogan „Shop like a billionaire“ eingebracht haben.

In Europa wächst allerdings der Widerstand gegen diese Praxis. Viele Einzelhändler beklagen Wettbewerbsverzerrungen. Die EU hat bereits beschlossen, die Steuerfreigrenze für Importe unter 150 Euro abzuschaffen und eine 3-Euro-Gebühr für Drittstaaten-Sendungen zu berechnen. Auch die türkische Regierung zieht Konsequenzen: Ab Februar entfällt die 30-Euro-Freigrenze für Online-Bestellungen aus dem Ausland. Als Gründe nennt Ankara den Schutz lokaler Produzenten und Bedenken hinsichtlich der Produktsicherheit bei Importen über Plattformen wie Temu.

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