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Debitkarte überholt Bargeld: Visa-Studie zeigt neue Payment-Trends

Digitale Zahlung mit einer VISA Karte
Foto: VISA

Key takeaways

Laut Visa Payment Monitor ist die Debitkarte erstmals das beliebteste Zahlungsmittel in Deutschland, noch vor Bargeld und Smartphone. Verbraucher fordern digitale Bezahlmöglichkeiten im Handel – vor allem jüngere Zielgruppen. Die Nutzung von Smartphone und Echtzeitüberweisungen wächst, wird aber durch Sicherheitsbedenken gebremst.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Debitkarte ist erstmals das bevorzugte Zahlungsmittel in Deutschland – noch vor Bargeld und Smartphone. Das geht aus dem aktuellen Visa Payment Monitor hervor, einer repräsentativen Umfrage von Visa und forsa unter rund 1 800 Personen. Demnach nutzen 83 Prozent regelmäßig die Debitkarte, ebenso viele greifen regelmäßig zu Bargeld. In der Rangfolge der bevorzugten Zahlungsmittel liegt die Karte jedoch mit 38 Prozent klar vorn, gefolgt vom Bargeld (27 Prozent) und dem Smartphone (23 Prozent).

Digital schlägt Bar – wenn möglich

Fast die Hälfte der Befragten trägt Bargeld nur noch für den Notfall bei sich. 50 Prozent haben weniger als 50 Euro in der Tasche – und wünschen sich digitale Alternativen. 87 Prozent begrüßen daher die geplante gesetzliche Verpflichtung, dass Händler mindestens eine digitale Bezahlmethode anbieten müssen. Besonders groß ist die Zustimmung unter jungen Menschen: In der Altersgruppe unter 35 meidet fast jeder Dritte Läden, in denen nur Barzahlung möglich ist.

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Wachsender Druck auf den Handel

Albrecht Kiel, Zentraleuropa-Chef von Visa, sieht darin ein klares Signal: „Die Menschen erwarten Wahlfreiheit. Händler sollten überall digitales Bezahlen ermöglichen.“ Doch trotz steigender Akzeptanz bleibt der Rückstand gegenüber anderen Ländern groß. In Deutschland gibt es derzeit nur 18 Bezahlterminals pro 1 000 Einwohner – in Polen sind es 36.

Smartphone etabliert sich im Alltag

Die Nutzung mobiler Zahlmethoden legt deutlich zu. Jeder Vierte bevorzugt mittlerweile das Smartphone, vor allem unter der Generation Z: 42 Prozent dieser Altersgruppe setzen primär auf das Handy. Insgesamt zahlen 37 Prozent im stationären Handel mobil – entweder mit dem Smartphone oder mit einem Wearable wie einer Smartwatch.

Echtzeitüberweisungen mit Vorbehalt

Trotz Verbreitung nutzen viele Verbraucher Echtzeitzahlungen nur eingeschränkt. 56 Prozent haben Bedenken, da bei fehlerhaften Transaktionen keine Rückbuchung möglich ist. Zwar nutzen 51 Prozent Echtzeitüberweisungen gelegentlich – vor allem bei Beträgen über 50 Euro oder zur schnellen Begleichung von Rechnungen –, doch Vertrauen und Sicherheitsbedenken bremsen die Verbreitung.

Digitale Brieftasche weckt Interesse

Über die Hälfte der Befragten würde eine von der EU geplante digitale Brieftasche (EUDI-Wallet) nutzen. Besonders die Möglichkeit zur digitalen Identifikation und schnelleren Online-Verifizierung überzeugt. Gleichzeitig bestehen Bedenken hinsichtlich Datenschutz sowie beim Verlust oder Defekt des Endgeräts. Laut Kiel sei es entscheidend, durch Kooperationen zwischen Banken, Dienstleistern und Behörden Vertrauen zu schaffen.

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