Amazon, das frisch den Black Friday Zeitraum veröffentlicht hat, bereitet sich auf ein starkes Weihnachtsgeschäft vor und stellt deutlich mehr Saisonkräfte ein als im Vorjahr. Nach eigenen Angaben wurden deutschlandweit rund 12.000 zusätzliche Mitarbeiter für die sogenannte Peak Season engagiert – etwa 3.000 mehr als 2024. Zum Einsatz kommen sie in den über 90 Verteil-, Logistik- und Sortierzentren des Konzerns – von Aachen bis Winsen (Luhe).
Ein zentraler Grund für den höheren Personalbedarf sind neue Standorte: Unter anderem haben in diesem Jahr Logistikzentren in Erfurt, Horn-Bad Meinberg und Dummerstorf den Betrieb aufgenommen. Auch für 2026 sind neue Niederlassungen in mehreren Bundesländern geplant, die jeweils bis zu 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen sollen.
Einarbeitung durch erfahrene Teams
Die saisonalen Arbeitskräfte erhalten laut Amazon eine umfassende Einarbeitung durch bestehende Teams. Viele der Beschäftigten kommen regelmäßig zur Hochsaison zurück – etwa, weil ihre regulären Jobs in der Wintersaison ruhen. Beschäftigt werden sie direkt bei Amazon, der Stundenlohn liegt bei mindestens 15,65 Euro brutto, an zahlreichen Standorten auch darüber. Zusätzlich erhalten sie unter anderem Mitarbeiterrabatte, Essenszuschüsse und Zuschläge für Nacht- oder Wochenendarbeit.
Amazon unaufhaltsam
Startschuss für das Weihnachtsgeschäft fällt im Juli
Damit Bestellungen rechtzeitig bei den Kunden eintreffen, beginnen die Vorbereitungen bereits im Sommer. Die erste Phase umfasst die Einlagerung von Waren, die ab Juli erfolgt. Bis Mitte November sind Millionen Artikel in den Lagern verfügbar. Danach startet die heiße Phase des Versands – rund um Rabattaktionen wie den Black Friday.
Besonders gefragt sind in dieser Zeit nicht nur klassische Geschenke aus den Bereichen Elektronik und Haushalt, sondern auch Alltagsartikel. In über 30 Städten profitieren Kunden von der Same-Day-Lieferung. Wer sichergehen will, dass Pakete pünktlich ankommen, kann auf der Produktseite das voraussichtliche Lieferdatum einsehen.
Starke Rolle kleiner Händler
Mehr als 60 Prozent der über Amazon verkauften Produkte stammen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs). Viele dieser Händler nutzen das Logistikprogramm „Fulfillment by Amazon“, bei dem Amazon die Lagerung und den Versand übernimmt. Laut Unternehmensangaben arbeiten etwa 170.000 Menschen in Deutschland für diese Verkaufspartner. Im internationalen Handel erzielten deutsche KMUs zuletzt einen Umsatz von rund 5,7 Milliarden Euro.


