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Project Glasswing: Anthropic erweitert Initiative für kritische Software

Anthropic Logo auf einem Smartphone
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Kritische Infrastrukturen sollen mithilfe künstlicher Intelligenz besser vor Cyberangriffen geschützt werden. Anthropic erweitert dafür sein Sicherheitsprogramm Project Glasswing und stellt spezialisierten Organisationen zusätzliche Werkzeuge zur Analyse und Absicherung von Software bereit.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das KI-Startup Anthropic, das sich aktuell einem Börsengang nähert, baut seine Sicherheitsinitiative Project Glasswing deutlich aus. Nach einer ersten Testphase erhalten künftig rund 150 weitere Organisationen Zugang zu speziellen KI-Werkzeugen zur Analyse von Software-Sicherheitslücken. Ziel des Programms ist es, kritische digitale Infrastrukturen besser gegen Cyberangriffe zu schützen und Unternehmen auf eine neue Generation leistungsfähiger KI-Systeme vorzubereiten.

Die Erweiterung erfolgt nach mehreren Wochen Zusammenarbeit mit Unternehmen, Open-Source-Projekten, Sicherheitsforschern und staatlichen Stellen. Die neuen Teilnehmer stammen laut Anthropic aus mehr als 15 Ländern und repräsentieren unter anderem die Bereiche Energieversorgung, Wasserwirtschaft, Gesundheitswesen, Telekommunikation und Hardwareentwicklung.

Fokus auf kritische Infrastrukturen

Nach Angaben von Anthropic richtet sich das Programm gezielt an Organisationen, deren Software eine besondere Bedeutung für Wirtschaft, Gesellschaft und öffentliche Sicherheit besitzt. Viele der beteiligten Unternehmen und Einrichtungen betreiben Systeme, von denen Millionen Menschen abhängig sind.

Bereits die erste Gruppe von Partnern nutzte das KI-Modell „Claude Mythos Preview“, um große Softwarebestände auf Schwachstellen zu untersuchen. Dabei wurden nach Unternehmensangaben mehr als 10.000 Sicherheitslücken mit hoher oder kritischer Einstufung identifiziert.

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KI soll Verteidiger unterstützen

Anthropic sieht leistungsfähige KI-Systeme künftig als wichtiges Werkzeug für Cyberabwehr und Softwarequalität. Die Modelle können Sicherheitslücken aufspüren, Korrekturvorschläge erstellen und Entwickler bei der Absicherung neuer Anwendungen unterstützen.

Darüber hinaus sollen die Systeme bei Penetrationstests, der automatisierten Bedrohungserkennung sowie der Modernisierung älterer Software helfen. Ziel ist es, Sicherheitsprozesse deutlich zu beschleunigen und die Reaktionsfähigkeit auf neue Angriffsformen zu verbessern.

Größte Herausforderung bleibt das Schließen von Lücken

Nach Einschätzung des Unternehmens verlagert sich das zentrale Problem der Cybersicherheit zunehmend von der Suche nach Schwachstellen hin zu deren Bewertung, Offenlegung und Behebung. Moderne KI-Systeme können innerhalb kurzer Zeit große Mengen potenzieller Sicherheitsprobleme identifizieren, wodurch neue Anforderungen an Entwickler und Sicherheitsteams entstehen.

Deshalb arbeitet Anthropic gemeinsam mit Partnern an Verfahren, um Sicherheitsmeldungen effizienter zu prüfen und Korrekturen schneller umzusetzen. Insbesondere für Open-Source-Projekte sollen Prozesse zur Schwachstellenbehebung verbessert werden.

Vorbereitung auf eine neue KI-Ära

Anthropic geht davon aus, dass vergleichbar leistungsfähige Cyber-KI in den kommenden Monaten breiter verfügbar wird. Damit steigen nach Einschätzung des Unternehmens sowohl die Chancen für Verteidiger als auch die Risiken durch missbräuchliche Nutzung.

Project Glasswing soll dazu beitragen, neue Standards und Arbeitsweisen für den Umgang mit solchen Technologien zu etablieren. Langfristig plant Anthropic, den Zugang zu den Sicherheitswerkzeugen auf weitere Organisationen und Betreiber kritischer Infrastruktur auszuweiten.

Die Initiative gilt als Teil einer umfassenderen Strategie, den Einsatz fortschrittlicher KI-Systeme im Bereich Cybersicherheit kontrolliert zu fördern und gleichzeitig Schutzmechanismen gegen potenziellen Missbrauch zu entwickeln.

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