Apple stärkt seine US-Lieferkette mit einer Investition von 500 Millionen US-Dollar (rund 460 Mio. €) in seltene Erden aus amerikanischer Produktion. Partner ist der US-Hersteller MP Materials, der die Magnete im texanischen Fort Worth fertigt. Ziel der mehrjährigen Kooperation ist es, die Versorgung mit Neodym-Magneten zu sichern, die in zahlreichen Apple-Geräten verbaut sind.
Neuer Recycling-Standort in Kalifornien
Neben der Fertigung plant Apple gemeinsam mit MP Materials auch den Aufbau einer neuen Recyclinganlage für seltene Erden am Standort Mountain Pass in Kalifornien. Dort sollen künftig recycelte Rohstoffe aus alten Elektronikgeräten und Produktionsabfällen aufbereitet werden. Beide Unternehmen entwickeln seit rund fünf Jahren Technologien zur Rückgewinnung dieser kritischen Materialien – nun geht die Partnerschaft in die industrielle Umsetzung.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Ausbau der Produktion für Apple-Bedarf
Im texanischen Werk von MP Materials wird eine komplette Produktionslinie für Neodym-Magnete speziell für Apple-Produkte aufgebaut. Die neuen Anlagen ermöglichen eine deutliche Steigerung der Produktionskapazität und sollen Dutzende neue Arbeitsplätze in Fertigung und Forschung schaffen. Außerdem ist ein umfassendes Schulungsprogramm geplant, um Fachkräfte in der Magnetherstellung auszubilden.
Beitrag zur US-Wertschöpfung und Kreislaufwirtschaft
Laut Apple-CEO Tim Cook ist die Initiative Teil der Strategie, Innovation und Produktion stärker in den USA zu verankern. Apple plane in den kommenden vier Jahren Investitionen von über 500 Milliarden US-Dollar in den Vereinigten Staaten. Die jetzige Kooperation zahlt auch auf die Umweltziele des Konzerns ein: Bereits heute bestehen nahezu alle Magnetkomponenten in Apple-Geräten aus recycelten Materialien. Die Partnerschaft mit MP Materials soll künftig auch die Wiederverwertung und Versorgung mit diesen Schlüsselkomponenten auf nationaler Ebene sichern.



