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KI auf dem Vormarsch: 2026 wird zum Wendepunkt am Arbeitsmarkt

Programmiererin mit Agentic AI Symbolik
Foto: Freepik

Key takeaways

Die Künstliche Intelligenz verlässt 2026 die Tech-Nische und verändert den deutschen Arbeitsmarkt grundlegend. Laut Indeed-Report wächst die Nachfrage nach KI-Kompetenzen in Berufen wie HR, Marketing, Finanzwesen und Projektmanagement rasant.

Lesezeit ca. 2 Minuten

War 2024 noch vom Ausprobieren geprägt und 2025 von ersten Umsetzungen, zeichnet sich für das Jahr 2026 ein klarer Trend ab: Künstliche Intelligenz (KI) verlässt die Nische und verändert den deutschen Arbeitsmarkt umfassend. Laut dem aktuellen „Jobs & Hiring Outlook Report 2026“ von Indeed-Ökonomin Dr. Virginia Sondergeld nimmt die Bedeutung von KI-Fähigkeiten in Stellenausschreibungen rasant zu. Besonders deutlich wird der Wandel durch die starke Zunahme an KI-bezogenen Anforderungen außerhalb der klassischen Tech-Berufe.

KI-Kompetenzen boomen auch in kaufmännischen Berufen

Während der Tech-Sektor weiterhin führend bleibt – etwa im Bereich Data & Analytics (34,4 %) und der Softwareentwicklung (20,8 %) –, gewinnen andere Berufsgruppen rasant an Bedeutung. Im Personalwesen hat sich der Anteil an KI-bezogenen Stellenausschreibungen im Jahr 2025 um 138,7 % erhöht; im Marketing um 123,2 %. Damit verlangen inzwischen knapp 8 % aller HR-Jobs und über 15 % der Marketingstellen KI-Kenntnisse. Auch im Projektmanagement ist mit einem Plus von 117,1 % ein deutlicher Strukturwandel spürbar.

Interessanterweise blieb das Wachstum in angestammten Tech-Bereichen moderat: Lediglich Berufe in IT-Anwendungen & Lösungen konnten mit einem Anstieg von 95,9 % ähnliche Dynamiken zeigen – diese sind oft direkt mit der technischen Umsetzung von KI-Projekten befasst.

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Finanzsektor, Kundenservice und Buchhaltung im Wandel

Der KI-Trend ist nicht auf kreative oder administrative Tätigkeiten beschränkt. In zahlengetriebenen und serviceorientierten Branchen wie Banken, Finanzwesen oder Kundenservice verdoppelte sich die Nachfrage nach KI-Kompetenzen binnen eines Jahres. So verlangen mittlerweile 6,6 % der Stellen im Finanzbereich und 4,3 % im Kundenservice entsprechende Fähigkeiten. Selbst in der Buchhaltung, bisher kaum von KI betroffen, stieg der Anteil um 74,5 % auf nun 2,8 %.

Jobmarkt entkoppelt sich – KI gegen den Trend

Gesamtwirtschaftlich schrumpft das Angebot an Bürojobs – vor allem in Marketing, HR und Verwaltung. Parallel dazu wachsen jedoch die Anforderungen an KI-Kompetenz in diesen Bereichen teils dreistellig. Diese entgegengesetzte Entwicklung deutet auf eine Entkopplung hin: Während klassische Tätigkeiten zurückgehen, wächst die Nachfrage nach spezifisch KI-bezogenen Fähigkeiten. Präsenzberufe wie das Baugewerbe zeigen das Gegenmodell: mehr Stellen, aber kaum Kompetenzverschiebung.

Dr. Sondergeld sieht in diesem Trend eine Folge wirtschaftlichen Drucks und technischer Transformation. KI werde inzwischen gezielt als Effizienztreiber eingesetzt. Damit steigen die Chancen für Bewerber, die sich gezielt mit KI-Tools und deren Anwendung auskennen. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach traditionellen Profilen ohne diese Kompetenzen. Die Ökonomin erwartet, dass sich dieser Wandel 2026 noch beschleunigen wird – vor allem im Bereich der Wissensarbeit. Der Fokus verlagere sich von der technischen Entwicklung hin zur strategischen Anwendung von KI.

Chancen und Risiken für Beschäftigte

Wer sich rechtzeitig mit KI-Tools vertraut macht, kann seine Position im Arbeitsmarkt nachhaltig stärken. Routineaufgaben werden automatisiert, während menschliches Urteilsvermögen und strategische Steuerung an Bedeutung gewinnen. Für Unternehmen bedeutet das: Sie brauchen Fachkräfte, die KI nicht nur bedienen, sondern auch in den Arbeitsalltag integrieren können.

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