Saks Global steht kurz vor einem Insolvenzantrag. Nach Angaben des Wall Street Journal hat der Mutterkonzern der US-Luxuswarenhauskette Saks Fifth Avenue eine fällige Zinszahlung in Höhe von über 100 Millionen US-Dollar (rund 91 Millionen Euro) nicht geleistet. Die Zahlung hängt mit der Übernahme von Neiman Marcus zusammen. Der Konzern befinde sich laut Bericht aktuell in Gesprächen mit seinen Gläubigern, um eine Finanzierung für das bevorstehende Insolvenzverfahren zu sichern. Bereits kurz vor Weihnachten hatte Bloomberg berichtet, dass das sogenannte Chapter-11-Verfahren vorbereitet wird.
Die wirtschaftliche Lage von Saks Global hat sich zuletzt deutlich verschlechtert. Vor allem die sinkende Nachfrage im US-Markt bereitet dem Unternehmen Schwierigkeiten. Die hohe Inflation und ein schwächelnder Arbeitsmarkt belasten den Konsum, insbesondere im Luxussegment.
Maßnahmen zur Entschuldung liefen ins Leere
Um die Schulden zu senken, versuchte Saks Global bereits im Laufe des Jahres 2025 verschiedene Maßnahmen umzusetzen. So sollte etwa ein Minderheitsanteil an der Luxusmarke Bergdorf Goodman verkauft werden. Zudem standen Immobilien wie ein Anwesen in Beverly Hills zur Disposition. Auch eine größere Restrukturierung im August brachte keine langfristige Entlastung. Damals hatte das Unternehmen rund 600 Millionen US-Dollar (circa 546 Millionen Euro) frisches Kapital aufgenommen und bestehende Schuldtitel im Volumen von 2,2 Milliarden US-Dollar (zwei Milliarden Euro) umgeschichtet.
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Fusion mit Neiman Marcus erhöht Risiko
Saks Global entstand erst im Juli 2024 durch eine Fusion von Saks Fifth Avenue mit Neiman Marcus. Das Unternehmen war zuvor vom kanadischen Hudson’s Bay Company für 2,65 Milliarden US-Dollar (rund 2,4 Milliarden Euro) übernommen worden. Unterstützt wurde der Deal von Investoren wie Amazon, Authentic Brands Group und Salesforce. Ziel war es, eine schlagkräftige Konkurrenz zu Nordstrom, Bloomingdale’s und Macy’s zu formen. Das Vorhaben könnte nun an seiner Finanzierung scheitern.


