SoftBank hat sein milliardenschweres Investment in OpenAI abgeschlossen. Wie CNBC berichtet, hat der japanische Technologiekonzern seine Gesamtzusage in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar (rund 36,4 Milliarden Euro) nun vollständig erfüllt. Der letzte Zahlungstranche in Höhe von rund 22 bis 22,5 Milliarden US-Dollar sei in der vergangenen Woche geflossen.
Bereits zuvor hatte SoftBank rund 8 Milliarden US-Dollar direkt investiert und weitere 10 Milliarden US-Dollar über ein Syndikat eingebracht. Mit dem nun abgeschlossenen Engagement erhöht sich der Anteil des Konzerns an OpenAI auf über zehn Prozent. Die Bewertung der von Sam Altman geführten KI-Firma lag bei dieser Finanzierungsrunde bei rund 260 Milliarden US-Dollar vor der Finanzierung.
Milliarden für KI-Infrastruktur
Ein Teil des Geldes ist laut dem Bericht für den Ausbau der Infrastruktur von OpenAI vorgesehen. Dazu gehört unter anderem das Stargate-Projekt, eine gemeinsame Initiative mit Oracle und SoftBank zur Weiterentwicklung von Rechenzentren für KI-Anwendungen. Die Nachfrage nach Rechenleistung und KI-Lösungen treibt derzeit massive Investitionen in die digitale Infrastruktur voran.
OpenAI hat sich langfristig mit über 1,4 Billionen US-Dollar an Infrastrukturverträgen verpflichtet, unter anderem mit den Chipherstellern Nvidia, AMD und Broadcom.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
SoftBanks Strategiewechsel im KI-Sektor
SoftBank selbst hat sich in den letzten Monaten strategisch neu ausgerichtet und setzt verstärkt auf Infrastrukturinvestitionen für Künstliche Intelligenz. Erst kürzlich erwarb der Konzern den Rechenzentrumsbetreiber DigitalBridge für 4 Milliarden US-Dollar (etwa 3,6 Milliarden Euro).
Zeitgleich trennte sich SoftBank von seinem kompletten Anteil am KI-Vorzeigeunternehmen Nvidia – ein Paket im Wert von rund 5,8 Milliarden US-Dollar. Laut CNBC flossen diese Mittel zusammen mit anderen Liquiditätsquellen in das OpenAI-Investment.
Neben Microsoft, dem größten Investor von OpenAI, gehört damit auch SoftBank nun zu den bedeutendsten Geldgebern des Unternehmens. Zudem prüft OpenAI laut CNBC aktuell weitere Milliardeninvestitionen – unter anderem von Amazon – sowie einen möglichen Börsengang.




