Aumovio und Amazon Web Services (AWS) haben auf der CES in Las Vegas eine strategische Partnerschaft angekündigt, um die Entwicklung autonomer Fahrzeuge entscheidend zu beschleunigen. Dabei wird AWS zum bevorzugten Cloud-Anbieter für Aumovios Bereich der autonomen Mobilität. Im Mittelpunkt steht die Integration fortschrittlicher KI-Technologien in bestehende Entwicklungs- und Validierungsprozesse, um die Markteinführung autonomer Fahrzeuge schneller und sicherer zu gestalten.
KI und Cloud für mehr Effizienz
Die Zusammenarbeit basiert auf der Kombination von Aumovios Automotive-Kompetenz und AWS’ Cloud-Infrastruktur mit Generativer KI und Services wie Amazon Bedrock. Dadurch lassen sich riesige Datenmengen – etwa Millionen realer Verkehrssituationen – effizient auswerten und sicherheitsrelevante Muster schneller erkennen. Ein konkretes Beispiel: Ingenieure können künftig per Spracheingabe gezielt nach seltenen Szenarien suchen, wie etwa Fußgängerübertritte bei Nacht im Regen. Statt stundenlangem Durchforsten von Aufzeichnungen liefert die KI sofort passende Fälle zur weiteren Prüfung.
Diese Form der Interaktion soll nicht nur Zeit sparen, sondern auch die Qualität der Tests erhöhen. Laut AUMOVIO lassen sich so Jahre an Entwicklungszeit einsparen, ohne die Sicherheitsstandards zu gefährden.
Amazon unaufhaltsam
Erste Anwendung mit Aurora
Die Technologie kommt erstmals in einem groß angelegten Kundenprojekt zum Einsatz: Gemeinsam mit dem US-Unternehmen Aurora soll eine neue Generation autonomer Lkw für den Frachtverkehr entwickelt und ab 2027 in Serie gebracht werden. Aurora war 2023 das erste Unternehmen, das fahrerlose Lkw in den USA auf öffentlichen Straßen einsetzte. Aumovio übernimmt neben der Mitentwicklung auch die industrielle Fertigung des Systems und liefert ein spezielles Backup-Computersystem für den Notfall.
Der sogenannte Aurora Driver durchläuft eine umfassende Validierung, die bereits mehr als 10.000 Anforderungen und über 4,5 Millionen Tests umfasst. AWS spielt dabei eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung der enormen Sensordatenmengen, die für die Simulation realer Verkehrssituationen erforderlich sind.
Beide Partner betonen, dass diese Zusammenarbeit exemplarisch für die Zukunft des autonomen Fahrens steht: Sie verbindet hohe Innovationsgeschwindigkeit mit kompromissloser Sicherheit – eine Voraussetzung, um autonome Mobilität in großem Maßstab Realität werden zu lassen.


