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Kriminalität: Schuss auf bekannten Sneaker-Store Vaditim in Berlin

Symbolbild fuer Gewalt mit Schusswaffen
Symbolbild - Foto: Pexels

Key takeaways

Ein Schuss auf die Berliner Filiale des Streetwear-Labels Vaditim und ein ominöser Brief deuten auf einen möglichen Erpressungsversuch hin. Die Polizei ermittelt. Für "Sneaker-Millionär" Stepan Timoshin wird der Vorfall zur Belastungsprobe.

Lesezeit ca. 2 Minuten

In der Nacht zum Montag kam es im Berliner Bezirk Schöneberg zu einem Angriff auf ein bekanntes Streetwear-Geschäft. Wie BILD berichtet, wurde 3 Uhr morgens ein Schuss auf die Schaufensterscheibe der Filiale von Vaditim abgegeben. Erst am Mittag entdeckten Mitarbeitende das Einschussloch und verständigten die Polizei. Die Ermittler fanden zudem einen zugeklebten, nicht beschrifteten Brief in einem Lüftungsschacht vor dem Geschäft – möglicherweise ein Hinweis auf eine Schutzgeldforderung.

Vaditim wurde 2018 von dem damals 17-jährigen Stepan Timoshin gegründet. Die Marke hat sich mit Resell, Streetwear und limitierten Sneakern eine große Fangemeinde aufgebaut. Timoshin wird gerne als „Sneaker-Millionär“ betitelt und war unter anderem Teil einer ARD-Dokumentation „Money Maker“.

Ein gezielter Einschüchterungsversuch?

Die Polizei nimmt laut Medienberichten den Vorfall sehr ernst. Aufgrund der verwendeten Munition – mutmaßlich größeren Kalibers – und des Fundorts des Briefes geht man derzeit nicht von einem gewöhnlichen Vandalismus aus. Vielmehr könnten organisierte Strukturen hinter der Tat stehen. Bereits in der Vergangenheit hatte die Berliner Polizei vor einer Zunahme von Schutzgelderpressungen gewarnt und reagierte mit der Gründung der BAO „Ferrum“, einer Spezialeinheit zur Bekämpfung von Schusswaffengewalt und Erpressungskriminalität.

Der Standort des Vorfalls – ein hochwertiges Sneaker-Geschäft in gut frequentierter Lage – passt zwar nicht zum klassischen Täterprofil, erfüllt aber Kriterien wie hohe Sichtbarkeit und symbolischer Wert, was es für kriminelle Akteure dennoch attraktiv macht. Ähnliche Vorfälle bei Berliner Fahrschulen deuten auf eine mögliche Serie hin.

Das Geschäft in der Kleiststraße ist laut aktuellen Berichten der einzige stationäre Standort. Umso drastischer wirkt der Anschlag, da er das Unternehmen in seinem einzigen physischen Auftritt trifft und damit besonders verletzlich macht.

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Gewalt gegen Gewerbetreibende

Ob tatsächlich eine Schutzgeldforderung vorliegt, ist derzeit noch unklar. Fest steht jedoch: Die Hemmschwelle für Gewalt gegen Gewerbetreibende scheint gesunken zu sein. In einem ohnehin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld und inmitten von Stadtbild-Debatten trifft dieser Vorfall eine Branche, die mit steigenden Kosten, Unsicherheit und zunehmender Konkurrenz kämpft.

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