Amazon erweitert sein Angebot an persönlichen KI-Assistenten in den USA um zwei neue Geräte der Marke Bee. Mit dem tragbaren Bee Frontier und dem magnetischen Smartphone-Zubehör Bee Eclipse sollen Nutzer Gesprächsinhalte automatisch zusammenfassen, Termine festhalten und Aufgaben organisieren können.
Gleichzeitig führt Amazon neue Verbindungen zu Alexa+ und seinem Online-Marktplatz ein. Damit sollen Informationen aus alltäglichen Gesprächen künftig auch für Sprachassistenten und individuelle Produktempfehlungen nutzbar werden.
Bee Frontier bietet bis zu sieben Tage Akkulaufzeit
Bee Frontier ist ein kompakter KI-Assistent, der am Handgelenk getragen oder an der Kleidung befestigt werden kann. Das Gerät verfügt über zwei Mikrofone mit Geräuschfilterung, einen USB-C-Anschluss und einen Schutz gegen Wasser und Staub nach IP67. Die Akkulaufzeit beträgt laut Amazon bis zu sieben Tage.
Nutzer können die Gesprächsverarbeitung über eine Taste aktivieren oder deaktivieren. Eine Kontrollleuchte zeigt den Betriebszustand an.
Bee Frontier ist in den USA bereits für 74,99 US-Dollar erhältlich. Angeboten werden die Farben Onyx, Lavender und Sage.
Amazon unaufhaltsam
Bee Eclipse wird magnetisch am Smartphone befestigt
Mit Bee Eclipse stellt Amazon eine zweite Gerätevariante vor, die ohne separates Armband auskommt. Das flache Zubehör besitzt ungefähr Kreditkartenformat und haftet magnetisch an der Rückseite eines Smartphones. Die Akkulaufzeit soll mehr als 21 Tage erreichen.
Wie Bee Frontier verarbeitet das Gerät Gespräche zu Zusammenfassungen, Erinnerungen und Aufgabenlisten. Eine Taste und eine Statusleuchte ermöglichen die Kontrolle der Aufnahmefunktion.
Bee Eclipse soll demnächst in den USA ab 99,99 US-Dollar erhältlich sein. Geplant sind vier Farbvarianten.
Alexa+ und Amazon-Shopping werden eingebunden
Eine wesentliche Neuerung ist die Verbindung der Bee-Plattform mit Alexa+ und Amazon.com. Über Alexa+ können Nutzer beispielsweise Gesprächszusammenfassungen abrufen, Aufgaben überprüfen oder sich an Empfehlungen aus früheren Unterhaltungen erinnern lassen.
Die Integration mit Amazon.com eröffnet zugleich neue Möglichkeiten für personalisierte Kaufempfehlungen. Erwähnt ein Nutzer im Gespräch ein benötigtes Produkt, kann Bee passende Artikel auf der Amazon-Startseite sowie in den eigenen Anwendungen vorschlagen. Damit verknüpft Amazon persönliche KI-Unterstützung unmittelbar mit seinem E-Commerce-Geschäft.
Weitere Anwendungen und Datenschutzfunktionen
Bee lässt sich außerdem mit Gmail, Google Calendar und Microsoft Outlook verbinden. Aus Besprechungen können dadurch Aufgaben, E-Mail-Entwürfe oder Kalendereinträge entstehen. Auch Verbindungen zu Apple HealthKit und persönlichen Fotos sind vorgesehen.
Amazon betont, dass die Geräte Audiodaten unmittelbar verarbeiten und anschließend löschen. Gesprächstranskripte sollen verschlüsselt gespeichert werden und grundsätzlich nur für den jeweiligen Nutzer zugänglich sein.
Die Verarbeitung erfolgt nach Unternehmensangaben über die Sicherheitsarchitektur Bee Private Compute. Nutzer können gespeicherte Inhalte jederzeit entfernen.
Bee Pro kostet 11,99 US-Dollar monatlich
Zum Kaufpreis gehören grundlegende Gesprächszusammenfassungen und eine Erinnerungsfunktion für die vergangenen 14 Tage. Erweiterte Funktionen sind über Bee Pro verfügbar. Das Abonnement umfasst unter anderem die Verbindungen zu Alexa+ und Amazon.com, zusätzliche App-Integrationen, Aufgabenempfehlungen und eine Desktop-Anwendung. Der monatliche Preis beträgt 11,99 US-Dollar. Neukunden erhalten eine kostenlose Testphase von 30 Tagen.
Mit den neuen Geräten, zu denen bislang kein offizieller Europa-Start angekündigt wurde, baut Amazon sein Angebot an KI-gestützter Alltagselektronik aus. Besonders die Verbindung von Gesprächsinhalten und Produktempfehlungen könnte künftig zusätzliche Berührungspunkte zwischen persönlichen Assistenten und dem Onlinehandel schaffen.



