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Bike24 kämpft mit Umsatzrückgang und Abwertungen in 2023

Fahrradfahrer vor einem Getreidefeld
Foto: Bike24

Bike24, der an der Frankfurter Börse gelistete Anbieter im Fahrrad- und Outdoor-Sportsegment, hat die vorläufigen Geschäftsergebnisse für das Geschäftsjahr 2023 sowie für das vierte Quartal bekannt gegeben. Im Jahresvergleich verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 13,5% und eine bereinigte EBITDA-Marge von -1,3%. Das wichtige vierte Quartal zeigte eine noch deutlichere Umsatzveränderung zum Vorjahr mit -21,8%, während die bereinigte EBITDA-Marge auf -7,0% fiel.

Diese Ergebnisse stehen in starkem Kontrast zur angepassten Gesamtjahresprognose vom 25. Oktober 2023, die einen Umsatzrückgang zwischen -16% und -11% und eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen -1% und +1% vorhersagte. Besonders hervorzuheben sind die signifikanten Abwertungen auf den Lagerbestand, die von 2,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,0 Millionen Euro am Ende des Geschäftsjahres 2023 anstiegen. Diese Abwertungen hatten einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis des vierten Quartals und reflektieren die während der Pandemie aufgebauten Überkapazitäten sowie die Anpassung der Abwertungsmethodik aufgrund der aktuellen Marktsituation, wie IT-Times berichtet.

Bike24 sieht sich aufgrund dieser Ergebnisse veranlasst, eine Wertminderung des Geschäfts- bzw. Firmenwerts in Höhe von 56 bis 64 Millionen Euro vorzunehmen. Alle Zahlen sind vorläufig und ungeprüft, mit der endgültigen Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2023 am 22. März 2024. Die Bike24 Holding AG steht damit – trotz dem insolventen Kern-Wettbewerber Internetstores (Fahrrad.de) vor erheblichen Herausforderungen, die nicht nur die finanzielle Performance betreffen, sondern auch strategische Anpassungen erfordern, um die Position im Markt zu stärken und zukünftiges Wachstum zu sichern.

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