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Glance und Samsung bringen KI-Shopping auf Smart-TVs in den USA

Interaktives KI Shopping von Glance
Foto: Glance

Key takeaways

Samsung und Glance bringen KI-gestütztes Shopping auf Millionen Smart-TVs in den USA. Die neue Anwendung verwandelt den Fernseher in eine Commerce-Plattform, auf der Nutzer personalisierte Produktempfehlungen entdecken und direkt einkaufen können.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der KI-Commerce-Anbieter Glance und Samsung Electronics weiten ihre Zusammenarbeit aus und bringen eine neue Form des digitalen Einkaufens auf Millionen Smart-TVs in den USA. Die auf generativer Künstlicher Intelligenz basierende Anwendung läuft nativ auf Samsungs Betriebssystem Tizen und verwandelt den Fernseher in eine interaktive Shopping-Plattform. Damit wollen beide Unternehmen den stationären Bildschirm im Wohnzimmer als neuen Berührungspunkt für den Onlinehandel etablieren und den klassischen Wechsel zwischen Inspiration und Kauf deutlich verkürzen.

Die Lösung steht laut Pressemitteilung auf allen Samsung-Fernsehern ab Modelljahr 2020 in den Vereinigten Staaten zur Verfügung und kann über die Bereiche „For You“ sowie „Apps“ gestartet werden.

Fernsehen wird zur Commerce-Plattform

Im Mittelpunkt der neuen Anwendung steht das Konzept des sogenannten „Agentic Commerce“. Anders als klassische E-Commerce-Angebote präsentiert Glance keine statischen Produktkataloge, sondern erzeugt mithilfe generativer KI individuelle Shopping-Feeds und virtuelle Garderoben. Nutzer können Mode-, Lifestyle- und Accessoire-Produkte entdecken, personalisieren und direkt über den Fernseher erkunden.

Die Bedienung erfolgt ausschließlich über die TV-Fernbedienung oder per Sprachsteuerung. Ein Smartphone oder zweites Endgerät wird nicht benötigt. Ziel ist es, Kaufentscheidungen unmittelbar in dem Moment zu ermöglichen, in dem Konsumenten durch Inhalte oder Trends inspiriert werden.

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Strategischer Schritt für Samsung

Für Samsung erweitert die Kooperation die Rolle des Smart-TVs deutlich über klassische Unterhaltung hinaus. Während Smart-TVs bereits seit Jahren als Plattform für Streaming-Dienste, Gaming und Smart-Home-Anwendungen dienen, kommt nun ein zusätzlicher Commerce-Kanal hinzu.

Die Partnerschaft fügt sich in Samsungs umfassendere KI-Strategie ein. Das Unternehmen investiert seit mehreren Jahren massiv in sogenannte agentische KI-Systeme, die Nutzeraktivitäten verstehen, Kontext berücksichtigen und eigenständig Handlungsempfehlungen geben. Diese Entwicklung soll künftig sämtliche Geräte des Konzerns – vom Smartphone bis zum Fernseher – stärker miteinander vernetzen.

Glance erweitert sein KI-Ökosystem

Für Glance bedeutet die Kooperation einen wichtigen Ausbau seiner Reichweite. Das Unternehmen gehört zur InMobi-Gruppe und war bislang vor allem für KI-basierte Inhalte auf Smartphone-Sperrbildschirmen bekannt. Bereits 2025 hatte Glance gemeinsam mit Samsung eine KI-Shopping-Anwendung für Galaxy-Smartphones eingeführt. Die TV-Integration stellt nun den nächsten Schritt dar, um die Plattform auf weitere Endgeräte auszuweiten.

Glance verfolgt dabei das Ziel, den gesamten Einkaufsprozess stärker zu personalisieren. Statt Nutzer durch Suchmasken und Produktlisten zu führen, soll die KI individuelle Empfehlungen erzeugen und den Weg von der Inspiration bis zum Kauf möglichst nahtlos gestalten.

Wettbewerb um den KI-Handel nimmt Fahrt auf

Die Kooperation verdeutlicht zugleich, wie intensiv sich Technologieunternehmen derzeit auf den entstehenden Markt für KI-gesteuerten Handel vorbereiten. Agentic Commerce gilt als eine der nächsten Entwicklungsstufen des Onlinehandels. KI-Systeme übernehmen dabei zunehmend Aufgaben wie Produktauswahl, Beratung oder Kaufabwicklung und agieren als persönliche Einkaufsassistenten.

Branchenanalysten erwarten, dass sich dieser Markt in den kommenden Jahren erheblich entwickeln wird. Parallel investieren zahlreiche Technologieunternehmen und Zahlungsdienstleister in entsprechende Lösungen, um KI-Assistenten künftig direkt mit Bezahl- und Commerce-Infrastrukturen zu verbinden.

Mit der Integration auf Millionen Smart-TVs verschaffen sich Glance und Samsung dabei einen frühen Marktvorteil. Während viele Wettbewerber entsprechende Anwendungen bislang nur als Pilotprojekte testen, ist die Lösung bereits im breiten US-Markt verfügbar.

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