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39 Millionen Menschen in Deutschland spielen Games – KI verändert Gaming

Zwei Playstation 5 Controller vor einem Fernseher
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Gaming bleibt in Deutschland ein Massenphänomen: Rund 39 Millionen Menschen spielen regelmäßig oder gelegentlich. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an KI, während Themen wie Jugendschutz und neue Geschäftsmodelle an Bedeutung gewinnen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Gaming bleibt in Deutschland fest im Alltag vieler Menschen verankert. Nach einer aktuellen Bitkom-Studie spielen 55 Prozent der Menschen ab 16 Jahren regelmäßig oder gelegentlich Video- und Computerspiele. Das entspricht rund 39 Millionen Personen. Besonders bei jüngeren Generationen gehört Gaming selbstverständlich zum Alltag, gleichzeitig entwickelt sich der Markt durch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz und eine größere Vielfalt in den Spielwelten weiter.

Fast die Hälfte der Gamer gibt an, sich ein Leben ohne Videospiele kaum noch vorstellen zu können. Viele nutzen Games nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch als Möglichkeit zur Entspannung, Selbstverwirklichung oder als kreativen Rückzugsort.

Gaming bleibt generationsübergreifend beliebt

Die Zahl der Gamer ist in den vergangenen Jahren weitgehend stabil geblieben. Besonders hoch ist der Anteil bei den 16- bis 29-Jährigen, von denen 89 Prozent spielen. In der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren sind es 70 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 47 Prozent. Selbst unter den über 65-Jährigen spielt knapp jeder Vierte zumindest gelegentlich.

Im Durchschnitt verbringen Gamer rund zwei Stunden täglich mit Videospielen. Gespielt wird dabei längst nicht mehr nur auf Konsole oder PC. Das Smartphone ist mit Abstand das wichtigste Gerät, daneben kommen Konsolen, Laptops, Desktop-PCs, Tablets und zunehmend auch VR-Brillen zum Einsatz. Im Durchschnitt nutzen Spieler vier verschiedene Gerätetypen.

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Mehr Vielfalt, aber weiterhin Klischees

Mehr als die Hälfte der Befragten sieht in den vergangenen Jahren eine größere Diversität in Videospielen. Gleichzeitig wünschen sich viele noch vielfältigere Figuren und Geschichten. Vor allem die Darstellung von Frauen wird weiterhin kritisch bewertet. Mehr als die Hälfte der Gamer hält weibliche Figuren häufig für klischeehaft dargestellt, während auch stereotype Männerrollen von vielen kritisiert werden.

Darüber hinaus sehen zahlreiche Spieler Defizite beim Kinder- und Jugendschutz. Die große Mehrheit fordert sicherere Spielumgebungen und einen besseren Schutz insbesondere in Chats und Community-Bereichen.

Casual Games dominieren den Markt

Bei den beliebtesten Spielgenres liegen Casual Games deutlich an der Spitze. Ebenfalls weit verbreitet sind Jump’n’Run-Spiele, Strategie- und Aufbauspiele, Social Games sowie Actiontitel. Drei Viertel der Gamer haben innerhalb der vergangenen zwölf Monate Geld für Spiele ausgegeben. Besonders verbreitet sind In-Game-Käufe und Abonnements.

Gleichzeitig sorgt dieses Geschäftsmodell für Kritik. Viele Spieler fühlen sich durch ständige Kaufangebote gestört oder empfinden In-Game-Käufe als zu aufdringlich. Dennoch bevorzugt ein erheblicher Teil kostenlose Spiele mit optionalen Zusatzkäufen gegenüber klassischen Kaufspielen.

Hohe Erwartungen an Künstliche Intelligenz

Die Mehrheit der Gamer erwartet, dass Künstliche Intelligenz die Spielebranche grundlegend verändern wird. Viele rechnen mit realistischeren Spielwelten, intelligenteren Charakteren und individuelleren Spielerlebnissen. Mehr als die Hälfte tritt zudem lieber gegen KI-gesteuerte Gegner als gegen andere Menschen an.

Erste praktische Anwendungen gibt es bereits: Ein Teil der Gamer hat mithilfe von KI sogar schon eigene Spiele entwickelt. Für viele Spieler gilt Künstliche Intelligenz damit als eine der wichtigsten Technologien für die Zukunft des Gamings.

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