Die Einwohner der Europäischen Union haben 2025 rund 1,20 Milliarden private und berufliche Reisen unternommen. Das waren 17 Millionen beziehungsweise 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat führten 92 Prozent dieser Reisen zu Zielen innerhalb der EU.
Den größten Anteil machten mit 848 Millionen Reisen die Aufenthalte im eigenen Land aus. Weitere 264 Millionen Reisen führten in andere EU-Mitgliedstaaten. Lediglich acht Prozent hatten ein Ziel außerhalb der Europäischen Union.
Sieben von zehn Reisen finden im eigenen Land statt
Inlandsreisen erreichten 2025 einen Anteil von 70 Prozent am gesamten Reiseaufkommen. Auf grenzüberschreitende Reisen innerhalb der EU entfielen weitere 22 Prozent.
Von den Reisen außerhalb der EU führte weniger als die Hälfte zu Zielen außerhalb Europas. Damit blieb Europa insgesamt das mit Abstand wichtigste Reisegebiet für die Bevölkerung der Mitgliedstaaten.
Die am 9. Oktober 2026 veröffentlichten Eurostat-Zahlen berücksichtigen sowohl private als auch geschäftlich veranlasste Reisen.
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Rumänien und Spanien führen beim Inlandstourismus
Besonders häufig blieben Reisende in Rumänien innerhalb der eigenen Landesgrenzen. Dort erreichten Inlandsreisen einen Anteil von 89 Prozent. Spanien folgte mit 87 Prozent, während Griechenland, Frankreich und Portugal jeweils 85 Prozent verzeichneten.
Deutlich geringer war der Anteil in Luxemburg mit lediglich fünf Prozent. Auch Belgien und Malta lagen mit 29 beziehungsweise 32 Prozent weit unter dem EU-Durchschnitt.
Die Ergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede im Reiseverhalten zwischen den Mitgliedstaaten. Während in mehreren größeren Ländern nationale Reiseziele dominieren, spielen Auslandsreisen andernorts eine wesentlich stärkere Rolle.
Auslandsreisen stehen für 379 Milliarden Euro Ausgaben
Obwohl Inlandsreisen zahlenmäßig überwiegen, entfällt der größere Teil der Reiseausgaben auf Auslandsaufenthalte. EU-Einwohner gaben 2025 insgesamt 266,2 Milliarden Euro für Reisen im eigenen Land aus. Für Auslandsreisen waren es 379,4 Milliarden Euro.
Zusammen erreichten die Reiseausgaben damit 645,6 Milliarden Euro. Rund 59 Prozent dieser Summe entfielen auf Reisen ins Ausland, obwohl diese lediglich 30 Prozent des gesamten Reiseaufkommens ausmachten.
Der Unterschied verdeutlicht die wirtschaftliche Bedeutung grenzüberschreitender Reisen für die Tourismusbranche.
Unterkunft und Transport bestimmen die Kosten
Bei Inlandsreisen entfielen 90,3 Milliarden Euro beziehungsweise 34 Prozent der Ausgaben auf Übernachtungen. Für Transportleistungen wurden weitere 56 Milliarden Euro ausgegeben, was einem Anteil von 21 Prozent entsprach.
Bei Auslandsreisen lagen die entsprechenden Beträge deutlich höher. Die Unterkunftskosten erreichten 131,3 Milliarden Euro beziehungsweise 35 Prozent der Gesamtausgaben. Für den Transport wurden 121,5 Milliarden Euro aufgewendet, entsprechend 32 Prozent.
Damit machten Unterkunft und Beförderung zusammen 67 Prozent der Ausgaben für Auslandsreisen aus. Bei Inlandsreisen lag dieser Anteil bei 55 Prozent.
Europäischer Binnenmarkt bleibt wichtigster Reiseraum
Die Eurostat-Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung des europäischen Binnenmarktes für den Tourismus. Mehr als neun von zehn Reisen der EU-Bevölkerung finden innerhalb der Mitgliedstaaten statt.
Während nationale Reiseziele vor allem von hohen Besucherzahlen profitieren, entfällt auf Auslandsreisen ein überproportional großer Anteil der Reiseausgaben. Mit dem erneuten Wachstum des Reiseaufkommens bleibt der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor innerhalb Europas.






