Burda setzt seine strategische Neuausrichtung fort und will das Medien- und Beteiligungsgeschäft in zwei rechtlich unabhängige Unternehmen aufteilen. Künftig sollen Burda Media und Burda Equity, die unter anderem an Cyberport beteiligt ist, mit eigener Führung und eigenständigen Geschäftsstrategien operieren. Die organisatorische Trennung baut auf einer 2025 eingeleiteten Schwerpunktsetzung auf und soll laut Burda spätestens 2028 rechtlich abgeschlossen sein. Die Eigentumsverhältnisse bleiben unverändert.
Burda schafft zwei rechtlich eigenständige Unternehmen
Mit der geplanten Neuordnung trennt Burda seine beiden zentralen Geschäftsbereiche auch gesellschaftsrechtlich. Ziel sind klarere Verantwortlichkeiten, schnellere Entscheidungen und eine stärkere Ausrichtung auf die jeweiligen Märkte.
Burda Media soll sich auf das Verlags- und Mediengeschäft konzentrieren, während Burda Equity die digitalen Beteiligungen und das Investmentgeschäft bündelt. Beide Unternehmen erhalten weitreichende unternehmerische Entscheidungsfreiheit.
Die bisherigen Gesellschafter Jacob Burda, Elisabeth Burda Furtwängler und Hubert Burda bleiben mit unveränderten Beteiligungsquoten an beiden Gesellschaften beteiligt.
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Burda Media setzt auf Marken, Kunden und KI
Die Führung des deutschen Mediengeschäfts liegt bei Elisabeth Varn, die seit Juli 2026 dem Vorstand für den Medienbereich angehört. Für das internationale Medienportfolio ist Finanzvorständin Lydia Rullkötter verantwortlich.
Strategisch konzentriert sich Burda Media auf die Weiterentwicklung etablierter Medienmarken, den Ausbau direkter Kundenbeziehungen und digitale Geschäftsmodelle. Künstliche Intelligenz soll stärker in redaktionelle, technische und wirtschaftliche Prozesse integriert werden.
Parallel will das Unternehmen organisatorische Strukturen anpassen und Aufgabenbereiche zusammenführen. Dadurch sollen die Abläufe effizienter werden und die Medienaktivitäten schneller auf Veränderungen im Markt reagieren können.
Burda Equity bündelt digitale Beteiligungen
Das Beteiligungsgeschäft wird künftig unter dem Namen Burda Equity als eigenständige Investmentgesellschaft geführt. Die Leitung übernimmt Maximilian Preisser, bislang Vorstandssprecher der Gruppe.
Unter dem neuen Unternehmensdach werden die digitalen Beteiligungen und die entsprechenden Investmentaktivitäten zusammengeführt. Im Mittelpunkt stehen eine eigenständige Investitionsstrategie und die aktive Weiterentwicklung des Portfolios.
Durch die rechtliche Unabhängigkeit erhält Burda Equity zusätzliche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit externen Investoren. Auch die Aufnahme von Kapital für künftige Beteiligungen soll dadurch erleichtert werden.
Venture & Networks bleibt von Neuordnung unberührt
Nicht Bestandteil der rechtlichen Trennung ist der Geschäftsbereich Venture & Networks unter der Leitung von Burda-Vorstand Christian Teichmann. Zu diesem Bereich gehören unter anderem die Innovationsplattform DLD und Burda Principal Investments (BPI).
Damit bleibt die bestehende Struktur dieses Geschäftsbereichs erhalten. Die organisatorische Neuausrichtung konzentriert sich auf die Medienaktivitäten und das übrige Beteiligungsportfolio.
Rechtliche Umsetzung bis spätestens 2028 geplant
Die neue Unternehmensstruktur soll bis spätestens 2028 vollständig umgesetzt werden. Nach Angaben von Verwaltungsratschef Marc Al-Hames sollen beide Gesellschaften dadurch bessere Voraussetzungen für ihre jeweilige Geschäftsentwicklung erhalten.
Während Burda Media stärker auf Medienmarken, digitale Angebote und Kundenbeziehungen ausgerichtet wird, soll Burda Equity unabhängig über Investitionen und Portfolioentwicklung entscheiden können.
Mit der Aufteilung reagiert Burda auf die unterschiedlichen Anforderungen des Medien- und Beteiligungsgeschäfts. Die Eigentümerfamilie behält dabei unverändert die Kontrolle über beide Unternehmen.


