Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 hat Capri Holdings, zu der Michael Kors und Jimmy Choo gehören, die ursprünglich schlechten Erwartungen übertroffen – trotz eines Rückgangs der Umsätze. Der Umsatz des Luxusmodeunternehmens fiel im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 % auf 1,025 Mrd. US-Dollar (ca. 943 Mio. Euro), währungsbereinigt sogar um 5,9 %. Gleichzeitig konnte das Unternehmen die operative Marge steigern und das Nettoergebnis deutlich verbessern.
Strategische Weichenstellung durch Versace-Verkauf
Eine zentrale Veränderung war der Verkauf der Marke Versace an Prada, der im Dezember 2025 abgeschlossen wurde. Der Verkaufserlös wurde vor allem zur Schuldentilgung genutzt: Die Nettoverbindlichkeiten sanken zum Quartalsende auf 80 Mio. US-Dollar (rund 74 Mio. Euro), im Vergleich zu 1,17 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Vorstandschef John D. Idol sprach von einer strategisch durchdachten Entscheidung, die Michael Kors und Jimmy Choo in den Fokus rückt. Diese Marken sollen langfristig durch gezielte Initiativen gestärkt werden.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Differenzierte Entwicklung der Marken
Michael Kors blieb mit einem Umsatz von 858 Mio. US-Dollar (rund 789 Mio. Euro) die umsatzstärkste Marke im Konzern, verzeichnete jedoch einen Rückgang um 5,6 % (7,3 % währungsbereinigt). Die operative Marge ging leicht auf 13,9 % zurück. Jimmy Choo hingegen konnte um 5,0 % auf 167 Mio. US-Dollar (ca. 153 Mio. Euro) wachsen und erzielte erstmals seit längerem ein positives operatives Ergebnis.
Im Gesamtkonzern verbesserte sich der Nettogewinn auf 57 Mio. US-Dollar (52 Mio. Euro) bzw. 0,47 US-Dollar je Aktie. Bereinigt lag das Ergebnis je Aktie bei 0,81 US-Dollar.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Capri Holdings einen Umsatz zwischen 3,45 und 3,475 Mrd. US-Dollar, bei einem operativen Ergebnis von rund 100 Mio. US-Dollar. Die Prognose basiert ausschließlich auf den fortgeführten Geschäftsbereichen.


