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Coolblue erweitert Fahrrad-Lieferdienst auf fünf deutsche Metropolregionen

CoolblueRadelt Fahrradlieferdienst
Foto: Coolblue

Key takeaways

➟ Der Elektronikhändler Coolblue setzt beim Ausbau seiner Logistik auf elektrische Lastenräder. Nach dem Start in Hamburg und Hannover plant das Unternehmen mindestens drei weitere deutsche Lieferregionen.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Der Elektronikhändler Coolblue erweitert seinen eigenen Fahrradlieferdienst in Deutschland. Nach Düsseldorf, Frankfurt und Berlin werden kleinere Elektronikprodukte inzwischen auch in Hamburg und der Region Hannover mit elektrischen Lastenrädern zugestellt.

Damit ist CoolblueRadelt in fünf deutschen Metropolregionen vertreten. In den kommenden Monaten will das Unternehmen sein Liefernetz auf mindestens acht Regionen ausbauen.

Coolblue startet Fahrradlieferungen in Hamburg und Hannover

Mit den neuen Standorten Hamburg und Langenhagen erweitert Coolblue seine bestehende Logistikinfrastruktur. Beide Regionen werden seit Anfang September 2026 durch den Fahrradlieferservice bedient.

Das Unternehmen setzt dabei auf eigene Zusteller und elektrische Cargo-Bikes. Transportiert werden vor allem kleinere Elektronikartikel wie Smartphones, Kopfhörer und Notebooks.

Bei geeigneten Bestellungen kann die Lieferung bereits am folgenden Tag erfolgen. Der Fahrradservice ergänzt die bisherige Paketzustellung durch externe Dienstleister.

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Einstündiges Lieferfenster soll Planung erleichtern

Coolblue kombiniert die Fahrradlieferung mit einer mehrstufigen Benachrichtigung. Kunden erhalten zunächst ein Zeitfenster von vier Stunden für die erwartete Zustellung.

Am Morgen des Liefertages wird dieses auf eine Stunde reduziert. Etwa 15 Minuten vor dem Eintreffen kündigt der Händler die Lieferung zusätzlich per SMS an.

Mit diesem Verfahren will Coolblue die Planbarkeit verbessern und unnötige Wartezeiten vermeiden. Die Zustellung erfolgt durch eigene Mitarbeiter, die auch den direkten Kontakt zum Kunden übernehmen.

Berlin erreicht mehr als zwei Millionen Einwohner

Wie groß das Liefergebiet eines Fahrradstandorts sein kann, zeigt die Hauptstadt. Dort betreibt CoolblueRadelt seit dem 8. Juli 2026 einen Zustellservice.

Ausgangspunkt ist das Logistikzentrum in Schönefeld. Von dort aus werden unter anderem Mitte, Tiergarten, Neukölln und Charlottenburg sowie Schönefeld beliefert.

Nach Unternehmensangaben umfasst das Berliner Liefergebiet mehr als zwei Millionen Einwohner. Damit reicht der Service deutlich über einzelne innerstädtische Bezirke hinaus.

Auch Düsseldorf und Frankfurt bedienen das Umland

In Nordrhein-Westfalen erstreckt sich das Liefernetz über Düsseldorf hinaus auf Neuss, Meerbusch und Ratingen. Die Zustellung erfolgt von der regionalen Logistikinfrastruktur aus.

Im Rhein-Main-Gebiet starten die Lastenräder am Standort Kelsterbach. Neben Frankfurt werden auch Teile von Offenbach, Rüsselsheim und Neu-Isenburg versorgt.

Durch diese Struktur verbindet Coolblue zentrale Logistikstandorte mit städtischen und stadtnahen Liefergebieten. Die elektrischen Lastenräder eignen sich besonders für dicht bebaute Quartiere mit begrenzten Haltemöglichkeiten.

Kostenlose Rücknahme kleiner Elektrogeräte

Der Fahrradlieferservice umfasst nicht nur die Zustellung neuer Produkte. Kunden können bei der Übergabe auch ausgediente kleinere Elektrogeräte und Batterien kostenlos zurückgeben.

Coolblue übernimmt anschließend die Weiterleitung zum Recycling. Damit verbindet der Händler die Auslieferung mit der Rücknahme gebrauchter Elektronik.

Die Lastenräder verursachen während der Fahrt keine direkten Abgasemissionen. Zugleich benötigen sie weniger Verkehrs- und Parkraum als herkömmliche Lieferfahrzeuge.

Fahrradteams legen mehr als 735.000 Kilometer zurück

In den Niederlanden und Belgien verfügt Coolblue bereits über umfangreiche Erfahrungen mit dem Fahrradlieferservice. Im Jahr 2025 legten die dortigen Zustellteams laut Coolblue zusammen rund 735.670 Kilometer zurück.

Davon entfielen 524.670 Kilometer auf die Niederlande und 211.000 Kilometer auf Belgien. Die Gesamtstrecke entspricht rechnerisch mehr als 18 Erdumrundungen.

Die bestehenden Aktivitäten dienen dem Unternehmen als Grundlage für den weiteren Ausbau in Deutschland. Langfristig soll der Fahrradservice einen größeren Anteil der Zustellung kleiner Elektronikprodukte übernehmen.

Eigene Logistik wird zum Wettbewerbsfaktor

Coolblue verfolgt eine Strategie, bei der möglichst viele Schritte des Einkaufserlebnisses selbst gesteuert werden. Dazu gehören neben Onlineshop, App und stationären Geschäften auch eigene Logistik- und Installationsdienste.

Bei großen Haushaltsgeräten und Fernsehern übernimmt der Händler bereits die Lieferung und auf Wunsch die Installation. Mit CoolblueRadelt erweitert er diesen Ansatz auf kleinere Produkte.

Als Indikator für die Kundenzufriedenheit nennt das Unternehmen einen Net Promoter Score von 84 in Deutschland. Dieser Wert stellt nach eigenen Angaben einen bisherigen Höchststand dar.

Ausbau auf mindestens acht Regionen vorgesehen

Nach dem Start in Hamburg und Hannover plant Coolblue weitere regionale Erweiterungen. Mindestens drei zusätzliche deutsche Metropolregionen sollen in den kommenden Monaten hinzukommen.

Welche Standorte als Nächstes erschlossen werden, hat der Händler noch nicht mitgeteilt. Mit dem Ausbau will Coolblue die eigene Zustellung stärken und den Kundenservice stärker von klassischen Paketdiensten unterscheiden.

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