Der US-amerikanische Bekleidungskonzern VF Corporation hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2026/27 bessere Ergebnisse erzielt als erwartet. Während der ausgewiesene Umsatz um vier Prozent zurückging, legten die Erlöse ohne die veräußerte Marke Dickies währungsbereinigt um ein Prozent zu.
Besonders The North Face und Timberland entwickelten sich positiv. Auch die Profitabilität verbesserte sich deutlich. Der Konzern bestätigte seine Jahresprognose und sieht Fortschritte bei der Neuausrichtung von Vans.
Operativer Gewinn steigt auf 368 Millionen Dollar
Im am 26. September 2026 beendeten Quartal erzielte VF Corporation einen operativen Gewinn von 368 Millionen US-Dollar. Die operative Marge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozentpunkte auf 13,7 Prozent.
Bereinigt um Dickies erreichte das operative Ergebnis 364 Millionen Dollar. Damit übertraf der Konzern seine eigene Prognose von rund 315 Millionen Dollar deutlich.
Die bereinigte operative Marge ohne Dickies verbesserte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent. Das Unternehmen profitierte nach eigenen Angaben von einer stärkeren Produktentwicklung und einer konsequenten Umsetzung seiner Geschäftsstrategie.
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Bruttomarge verbessert sich auf 55,4 Prozent
Auch bei der Rohertragsmarge erzielte VF Corporation deutliche Fortschritte. Sie stieg um 3,2 Prozentpunkte auf 55,4 Prozent.
Auf bereinigter Basis ohne Dickies betrug der Anstieg 2,9 Prozentpunkte. Die höhere Marge trug wesentlich dazu bei, dass das operative Ergebnis trotz rückläufiger ausgewiesener Umsätze zulegen konnte.
Die Zahlen verdeutlichen die stärkere Ausrichtung des Konzerns auf profitables Wachstum. VF Corporation setzt dabei auf Produktinnovationen, eine verbesserte Markenpositionierung und effizientere Geschäftsprozesse.
The North Face und Timberland wachsen um vier Prozent
Die Outdoor-Marke The North Face steigerte ihren Umsatz im zweiten Geschäftsquartal um vier Prozent. Damit setzte sie ihre positive Entwicklung fort.
Auch Timberland erreichte ein Umsatzplus von vier Prozent. Besonders das Geschäft auf dem amerikanischen Kontinent entwickelte sich nach Konzernangaben erfreulich.
Noch stärker wuchs die Laufschuhmarke Altra mit einem Zuwachs von mehr als 40 Prozent. VF Corporation sieht darin eine Bestätigung seiner Investitionen in Produktdesign, Innovation und Markenkommunikation.
Vans verliert 9,8 Prozent Umsatz
Die Turnschuh- und Lifestyle-Marke Vans bleibt dagegen die größte Herausforderung im Markenportfolio. Ihr Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Prozent.
Allerdings meldete VF Corporation Fortschritte im Direktvertrieb. Das weltweite Direct-to-Consumer-Geschäft von Vans kehrte erstmals seit nahezu fünf Jahren wieder auf Wachstumskurs zurück.
Zudem verweist das Management auf eine positive Auftragsentwicklung im Großhandel. Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres erwartet der Konzern deshalb eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung bei Vans.
Direktvertrieb wächst wieder
Über alle Marken hinweg entwickelte sich der weltweite Direktvertrieb positiv. Ohne Dickies stiegen die entsprechenden Umsätze währungsbereinigt um drei Prozent.
Besonders in Nord- und Südamerika zeigte sich eine robuste Nachfrage. Dort legte der bereinigte Umsatz ohne Dickies auf vergleichbarer Währungsbasis um fünf Prozent zu.
Der ausgewiesene Umsatz der Region lag dagegen zwei Prozent unter dem Vorjahr. Die unterschiedlichen Wachstumsraten spiegeln unter anderem die veränderte Zusammensetzung des Markenportfolios wider.
Nettoverschuldung sinkt um 1,1 Milliarden Dollar
Neben der operativen Entwicklung verbesserte VF Corporation seine Finanzlage. Die Nettoverschuldung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Milliarden Dollar beziehungsweise 20 Prozent.
Ohne Leasingverbindlichkeiten entsprach der Rückgang 26 Prozent. Damit kommt der Konzern seinem Ziel näher, die Verschuldung weiter zu reduzieren.
Die Nettovorräte lagen zum Quartalsende sieben Prozent über dem Vorjahresniveau. VF Corporation begründet den Aufbau mit der Vorbereitung auf die erwartete Nachfrage in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres.
VF Corporation bestätigt Jahresprognose 2026/27
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026/27 erwartet VF Corporation weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von mindestens zwei Prozent. Die Prognose berücksichtigt den Ausschluss von Dickies aus der Vergleichsbasis und die zusätzliche 53. Geschäftswoche.
Die bereinigte operative Marge soll rund acht Prozent erreichen. Beim normalisierten freien Cashflow rechnet der Konzern mit einem stabilen bis steigenden Wert gegenüber den 405 Millionen Dollar des Vorjahres.
Der tatsächliche freie Cashflow soll mindestens 515 Millionen Dollar betragen. Für das Geschäftsjahresende strebt VF Corporation zudem einen Verschuldungsgrad zwischen dem 2,6- und 2,9-Fachen an.
Der Verwaltungsrat beschloss außerdem eine Quartalsdividende von neun US-Cent je Aktie. Für die weitere Entwicklung bleiben insbesondere die Stabilisierung von Vans und das Wachstum der Outdoor-Marken entscheidend.



